ZSC Lions: Rote Zahlen und Kapitalbedarf

Die ZSC Lions haben heute informiert: Bei 1,8 Millionen Franken Verlust bleiben die Zürcher auf ihre Aktionäre angewiesen.

Verlustgeschäft: Der ZSC und CEO Peter Zahner.

Verlustgeschäft: Der ZSC und CEO Peter Zahner. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Mit den Gewohnheiten ist es so eine Sache. Keine gute Gewohnheit ist es, zweimal in Serie im Viertelfinal auszuscheiden, wie der ZSC das tat. Auch keine gute Gewohnheit ist folglich, zum zweiten Mal die budgetierten fünf Playoff-Heimspiele zu verpassen. Und ebenfalls keine gute Gewohnheit ist der Betriebsverlust, den die Dachgesellschaft des ZSC jede Saison schreibt und den Finanzchef Fritz Eichenberger bei der heutigen Generalversammlung auch fürs Geschäftsjahr 2016/17 ausweisen musste. 2,66 Millionen Franken betrug er heuer, 360 000 mehr als im Vorjahr.

Der Eröffnungstermin der neuen Arena bleibt unverändert

Ungewohnt war höchstens der frühe Zeitpunkt, den die ZLE Betriebs AG ­diesmal für ihre GV wählte und der den vollen Terminkalendern der massgebenden Verwaltungsräte geschuldet war. Sie konnten mitteilen, dass der Verlust in der Jahresrechnung dank eines wieder eingebrachten Abschreibers von 880 000 Franken – es handelt sich um die Rückzahlung einer Investition in die ZSC Lions Arena Immobilien AG, welche für das neue Stadionprojekt verantwortlich zeichnet – unter dem Strich auf 1,8 Millionen gesenkt werden konnte. Die übrigen Kennzahlen blieben konstant. Die Bruttoeinnahmen betragen neu 14,6 Millionen (+0,28), die Personalkosten 13,7 Millionen (-0,04), die Eigenkapitalquote 70 Prozent (+4).

Zufrieden können sie damit beim ZSC nur innerhalb einer unbefrie­digenden Gesamtsituation sein. Denn ohne die ­Erträge aus der eigenen Arena – am geplanten Eröffnungstermin 2022 hat sich gemäss CEO Peter Zahner nichts ge­ändert – dürfte eben auch ein jährlicher Verlust von 2 bis 3 Millionen Franken schlechte Gewohnheit bleiben. Und weil das Potenzial bei der Vermarktung praktisch ausgeschöpft ist, wird der Club zur Aufstockung der schmelzenden Kapitalreserven (noch 6,6 Millionen Franken) wohl bald wieder auf Beiträge aus dem Aktionariat angewiesen sein.

Erstellt: 06.09.2017, 19:48 Uhr

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