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ZSC siegt gegen Ambri in der Overtime

In einem wilden Spiel erringen die Lions gegen Ambri den ersten Heimsieg. Maxim Noreau lässt die Zürcher jubeln.

Nach 21 Sekunden Overtime erfolgreich: Verteidiger Maxim Noreau (hinten) lässt die Zürcher in der Verlängerung jubeln. Die Lions gewinnen im Hallenstadion 4:3 gegen Ambri.
Nach 21 Sekunden Overtime erfolgreich: Verteidiger Maxim Noreau (hinten) lässt die Zürcher in der Verlängerung jubeln. Die Lions gewinnen im Hallenstadion 4:3 gegen Ambri.
Patrick B. Kraemer, Keystone
Dabei begann das Spiel nicht nach dem Geschmack der Zürcher: Ambri-Stürmer Diego Kostner (links) traf für die Gäste in der 18. Minute zum 0:1.
Dabei begann das Spiel nicht nach dem Geschmack der Zürcher: Ambri-Stürmer Diego Kostner (links) traf für die Gäste in der 18. Minute zum 0:1.
Patrick B. Kraemer, Keystone
In einem umkämpften Schlussdrittel bringen Matt D'Agostini (43.) und Jiri Nowotny (46.) die Tessiner 3:2 in Front. Nach 51 Minuten sorgte Simon Bodenmann für den Ausgleich.
In einem umkämpften Schlussdrittel bringen Matt D'Agostini (43.) und Jiri Nowotny (46.) die Tessiner 3:2 in Front. Nach 51 Minuten sorgte Simon Bodenmann für den Ausgleich.
Patrick B. Kraemer, Keystone
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Die ZSC-Cracks machten in den letzten Tagen an der Züspa Werbung für sich und ihren Club. Was bisher aber gefehlt hatte: Eigenwerbung auf Oerliker Eis. Im dritten Anlauf holten sie nun immerhin den ersten Sieg, einen hart erkämpften. Und glückhaften. Ambris Müller verpasste bei 59:30 im Powerplay die goldene Chance zum 4:3 und wuchtete frustriert Noreau in die Bande. So konnten die Lions die Overtime in Überzahl beginnen – mit vier gegen drei Feldspieler. Sie brauchten nur 21 Sekunden für ein Happy-End: Noreau hämmerte den Puck nach einem Querpass Cervenkas unter die Latte.

Damit drehten die Zürcher die Partie noch, in der sie im Schlussabschnitt plötzlich 2:3 in Rückstand geraten waren. Zuerst verlor Bachofner mit einem leichtfertigen Dribbling in der Mittel­­zone den Puck und ermöglichte D’Agostinis 2:2 (43.), dann verwertete Novotny einen Abpraller zum 3:2 (46.). ZSC-Coach Serge Aubin reagierte sofort mit Umstellungen im Sturm, forcierte zwischendurch seine besten Kräfte und bekam von Bodenmann schon bald den erhofften Ausgleich zum 3:3 (52.).

Bodenmanns kritische Töne

Für Bodenmann war es das erste ZSC-Tor im sechsten Saisonspiel. Der emsige Flügel kommt langsam in Form. «Es war wichtig, dass wir den ersten Heimsieg holen konnten», sagte er. «Das ist unser Zuhause, und das müssen wir verteidigen.» Im Vergleich zum 3:0 vom Dienstag in Zug sei die Leistung aber schwächer gewesen. «Wir standen zu weit auseinander, unterstützen uns zu wenig», bemängelte ­Bodenmann. Dem ist nicht zu ­widersprechen.

Serge Aubin klang etwas zufriedener. Abgesehen von den beiden Puckverlusten, die zu den ersten zwei Gegentoren geführt hatten, sei er eigentlich zufrieden, urteilte der Coach. Und er mache Bachofner auch keinen grossen Vorwurf für seinen Puckverlust. «Eishockey ist ein Spiel der Fehler. Wichtig ist aber, dass man aus den Fehlern lernt.» Der Flügel wurde danach weiter eingesetzt. «Ich bin nicht der Coach, der Spieler nach Fehlern auf der Bank schmoren lässt», erklärte Aubin.

Er hatte sich vor dem Zug-Spiel vorgenommen, den Sturmlinien nun etwas Zeit zu geben, sich einzuspielen. Und bisher hat er sich daran gehalten. Im Paradesturm um Cervenka fehlte Pettersson krankheitshalber, er wurde durch Shore ersetzt. Es ist interessant zu beobachten, wie sich Junge und Routiniers in ihren Reihen finden. Bachofner (22) spielt mit Suter und Hollenstein, Prassl (20) zwischen Wick und Chris Baltisberger, Miranda (20) und Hinterkircher (23) neben Nationalstürmer Schäppi.

Drittes Spiel in vier Tagen

An Eifer fehlt es den Jungen nicht, und dass der eine oder andere Fehler passiert, nimmt ­Aubin momentan in Kauf. Dafür ist Schwung ins Spiel der Lions gekommen. Ihr Auftritt machte deutlich mehr Freude als der eine Woche zuvor gegen die SCL Tigers (1:4). Weil das Ambri-Spiel wegen des Status-Quo-Konzerts schon am Donnerstag stattfand, bestreiten sie heute in Freiburg die dritte Partie innert vier Tagen. Wenn die Beine schwerer werden, ist ein sorgsamer Umgang mit dem Puck gefragt.

Telegramm:

ZSC Lions - Ambri-Piotta 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 1:0)

8502 Zuschauer. - SR Müller/Urban, Ambrosetti/Bürgi. - Tore: 24. Kostner (Bianchi, Trisconi) 0:1. 28. Hollenstein 1:1. 30. Hinterkircher (Phil Baltisberger) 2:1. 43. D'Agostini 2:2. 46. Novotny (Plastino, Hofer) 2:3. 52. Bodenmann (Shore/Ausschluss Incir) 3:3. 61. (60:21) Noreau (Cervenka, Hollenstein) 4:3. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Chris Baltisberger) gegen ZSC Lions, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Wick; Kubalik.

ZSC Lions: Schlegel; Noreau, Marti; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Blindenbacher; Karrer, Berni; Shore, Cervenka, Bodenmann; Hollenstein, Suter, Bachofner; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Hinterkircher, Schäppi, Miranda.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Guerra; Ngoy, Dotti; Jelovac, Fischer; Pinana; D'Agostini, Novotny, Zwerger; Hofer, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Lauper, Goi, Incir; Kneubuehler.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Geering, Herzog, Nilsson (alle verletzt) und Pettersson (krank), Ambri-Piotta ohne Lerg (verletzt). - Timeout Ambri-Piotta (30./Coach's Challenge).

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