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Zug und Fribourg verlieren

Leader Zug kassiert gegen Lugano eine 3:4-Heimpleite. Weil Fribourg gegen Genf 2:4 verliert, bleiben die Innerschweizer Tabellenführer.

Die Zuger liegen 0:4 zurück, zu mehr als den drei Toren zum Anschluss reicht es aber nicht mehr.
Die Zuger liegen 0:4 zurück, zu mehr als den drei Toren zum Anschluss reicht es aber nicht mehr.
Alexandra Wey, Keystone
Ambri-Piotta gewinnt das Kellerduell gegen den EHC Biel 2:1.
Ambri-Piotta gewinnt das Kellerduell gegen den EHC Biel 2:1.
Samuel Golay, Keystone
Hier trifft Davos' Samuel Walser zur 1:0-Führung.
Hier trifft Davos' Samuel Walser zur 1:0-Führung.
Jürgen Staiger, Keystone
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Lugano befindet sich nach dem Trainerwechsel weiter im Aufwind. Die Tessiner feierten beim 4:3 in Zug den sechsten Sieg in den letzten acht Partien. Die Entscheidung führte das Team von Trainer Doug Shedden unter gütiger Mithilfe des EVZ im Mitteldrittel herbei.

Begünstigt durch Zuger Fehler ging Lugano im zweiten Abschnitt entscheidend mit 4:0 in Führung. Noch vor der zweiten Pause verkürzte Jarkko Immonen mit einem Doppelschlag zwar auf 2:4, das Handicap war aber nicht mehr wettzumachen. Nach vier Heimsiegen in Folge musste der Leader, der den Startabschnitt noch mit 16:7 Torschüssen dominiert hatte, in der heimischen Arena wieder einmal als Verlierer vom Eis.

Ärgerlich aus Zuger Sicht waren vor allem die Gegentreffer zwei bis vier. Beim 0:2 und 0:4 vertändelte die Zuger Defensive jeweils den Puck, Alessio Bertaggia und Gregory Hofmann profitierten von den Geschenken. Und vor dem 0:3 checkte Philippe Furrer Zugs Josh Holden, worauf dieser am Boden liegen blieb. Die Schiedsrichter unterbrachen die Partie zurecht nicht, Fredrik Pettersson nützte die Verwirrung aus.

Holden kehrte danach nicht mehr auf das Eis zurück. Dank Immonen durfte Zug im letzten Abschnitt aber dennoch auf die Wende hoffen. Und prompt gelang dem EVZ zweieinhalb Minuten vor dem Ende durch Nolan Diem der Anschlusstreffer. Lugano, das sich den Sieg trotzdem verdiente, rettete den Vorsprung aber über die Zeit.

Dank dem fünften Sieg im siebten Spiel unter Shedden schaffte Lugano wieder den Sprung über den Strich. Und Zug hält seine Spitzenposition in der Tabelle trotz der Niederlage.

Ambri - Biel: Immerhin ein Tor für Biel

Der Krebsgang des EHC Biel geht weiter. Beim 1:2 auswärts gegen Ambri-Piotta verloren die Seeländer zum fünften Mal in Folge. Die Aufwärtstendenz bei Ambri, das sich den Sieg mit einer kämpferisch starken Vorstellung verdiente, hält dagegen an.

Seit Hans Kossmann den Trainerjob in der Leventina übernommen hat, ist bei Ambri eine Aufwärtstendenz zu erkennen. So funktioniert zum Beispiel das Powerplay deutlich besser als unter Vorgänger Serge Pelletier. Gegen Biel erzielte Ambri die beiden Treffer durch Markus Nordlund (36.) und Adam Hall (41.) zur 2:0-Führung jeweils in Überzahl.

Während Ambri den dritten Sieg in Serie feierte und den Anschluss an die Playoff-Plätze weiter hält, läuft bei Biel wenig bis gar nichts mehr zusammen. Exemplarisch: Gleich zweimal kassierte das Team von Kevin Schläpfer eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Ob Schläpfer, der eigentlich gerne Nationaltrainer geworden wäre, die Spieler noch erreicht, scheint zumindest fraglich.

Immerhin beendete Fabian Lüthi in der 45. Minute die Bieler Torflaute, die 194 Minuten angedauert hatte. Mehr als der Ehrentreffer lag für Biel aber nicht drin. Das Torverhältnis von 1:15 in den letzten drei Partien spricht Bände.

Fribourg - Servette: Genfer Vormarsch geht weiter

Im Spitzenspiel der Runde näherte sich Servette mit einem 4:2-Auswärtssieg bei Leader Fribourg weiter der Spitze an. Nach acht Siegen hintereinander beträgt der Rückstand zur Spitze bloss noch drei Zähler.

Die Partie in der St-Léonard-Halle verlief packend. Matt D'Agostini erwies sich als Matchwinner. Mit zwei Toren und zwei Assists war D'Agostini an allen Genfer Goals beteiligt. Das 2:1 in Unterzahl mit einem verwandelten Penalty und das 4:2 30 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor erzielte er selber. Die übrigen beiden Genfer Führungstore durch Jim Slater (1:0) und Matthew Lombardi (3:2) bereitete D'Agostini vor.

Die zahlreichen Ausschlüsse hatten entscheidenden Einfluss auf die Partie. Gottéron spielte viel länger als Servette und zweimal sogar mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis Powerplay. Die magere Ausbeute daraus: Fribourg gelang zwar in doppelter Überzahl durch das zweite Tor von Julien Sprunger der 2:2-Ausgleich, kassierte mit einem Mann mehr auf dem Eis aber auch einen Gegentreffer (1:2). Und den Gamewinner für Servette zum 3:2 markierte Matt Lombardi fünf Minuten vor Schluss 12 Sekunden nach einer abgesessenen Strafe.

Dass die Derbies zwischen Fribourg und Servette vieles bieten, ist nicht neu. Servette wollte den achten Sieg hintereinander um jeden Preis. Trainer Chris McSorley liess nach 50 Minuten in doppelter Überzahl beim Stand von 2:2 sogar eine Minute lang ohne Goalie stürmen. Und in allen Derbies in den letzten 13 Monaten fielen mindestens sechs Tore. Servette gewann erst als zweites Team (nach Ambri) in dieser Saison in Freiburg. Aus den letzten acht Spielen resultierten für Gottéron aber nur noch zwei Siege.

Lausanne - Bern: SCB dank Bergenheim

Bern gewann auch das zweite Spiel unter seinem neuen Trainer Lars Leuenberger. In Lausanne siegte der SCB etwas glückhaft mit 1:0. Den Siegtreffer in einem Spiel, das von der defensiven Absicherung geprägt war, erzielte Sean Bergenheim in der 55. Minute.

Es bedurfte für die Entscheidung einen Fehler von Lausannes Torhüter Cristobal Huet, dass diese Partie entschieden wurde. Nach einem Vorstoss von Timo Helbling konnte der französische Internationale den Puck nicht festhalten. Bergenheim reagierte am ersten und bezwang Huet mit einem «Buebetrickli».

Die Partie verlief aus Berner Sicht fast wie am Vortag gegen Fribourg-Gottéron (4:2). Wieder erzielte der starke und spielfreudige Bergenheim das «Game-Winning-Goal» und wieder verlor Bern im zweiten Drittel den Faden - ohne dass das Zwischentief am Ende Konsequenzen gehabt hätte. Und so feierte Bern nach fünf Auswärtsniederlagen wieder einmal einen Sieg auf fremdem Eis, dank einem spielerisch erneut nicht überzeugenden, dafür umso beherzteren Auftritt.

Lausanne vergab die Punkte im Mittelabschnitt, den sie mit 11:4 Torschüssen dominierten. Aus den zahlreichen ausgezeichneten Chancen vermochten sie aber kein Kapital zu schlagen. In den letzten 20 Minuten lieferten sich die beiden Teams eine Partie auf Messers Schneide - mit dem glückhafteren Ende für den SCB, der wie am Vortag auf acht verletzte Spieler verzichten musste. Nach der dritten Niederlage in Serie fielen die Waadtländer in der Tabelle unter den Strich.

Davos - Kloten: Perfekte Davoser Woche

Schweizer Meister Davos reagierte auf das miese letzte Wochenende mit Niederlagen gegen Langnau und Servette (h) mit einer perfekten Woche. Den Schlusspunkt setzte der HCD mit dem 3:1-Sieg über die Kloten Flyers.

Vorher hatte das Team von Arno Del Curto am Dienstag die ZSC Lions mit 4:2 (h) und am Freitag Langnau mit 6:3 (a) besiegt. Gegen Kloten verloren die Davoser den Schwung auch in ungewohnten schwarz-grünen Jerseys nicht. Im Benefiz-Dress zu Gunsten krebskranker Kinder spielten die Davoser die Kloten Flyers an die Wand. Weil die Davoser im zweiten Abschnitt mit ihren zahlreichen Torchancen fahrlässig umgingen, blieben die Gäste aus dem Zürcher Unterland bis zuletzt im Spiel.

Spannend wurde es im Finish nochmals wegen eines gravierenden Blackouts der Linienrichter. Dem Klotener Anschlusstreffer durch Patrick Obrist war ein klarstes, eigentlich nicht übersehbares Offside vorausgegangen. Weil Leonardo Genoni (35 Paraden) indessen wie seine Vorderleute eine äusserst solide Leistung zeigte, blieb der Schiedsrichterfehler ohne Einfluss auf die Punktevergabe. Genoni gewann das Goalie-Duell gegen Klotens Martin Gerber klar. Gerber war bei den ersten beiden Gegentoren nicht ohne Schuld.

Der HC Davos hat im letzten Monat mit Ausnahme des verkorksten letzten Wochenendes alle Spiele gewonnen (8:2 Siege). Deutlich weniger gut läuft es den Kloten Flyers. Aus den letzten acht Runden resultierten lediglich noch zwei Siege.

Zug - Lugano 3:4 (0:0, 2:4, 1:0) 6550 Zuschauer. - SR Kurmann/Vinnerborg, Fluri/Tscherrig. Tore: 21. (20:27) Filppula (Chiesa) 0:1. 26. (25:34) Bertaggia 0:2. 27. (26:41) Pettersson 0:3. 34. Hofmann (Fazzini) 0:4. 39. (38:04) Immonen (Bouchard, Sondell/Ausschluss Pettersson) 1:4. 40. (39:39) Immonen (Alatalo, Martschini) 2:4. 58. Diem (Bouchard, Martschini) 3:4. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. PostFinance-Topskorer:Bouchard; Brunner. Zug:Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt; Grossmann; Erni, Blaser; Alatalo, Morant; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Schnyder; Zangger, Diem, Senteler. Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Kienzle, Kparghai; Sartori; Brunner, Filppula, Klasen; Pettersson, Martensson, Reuille; Walker, Sannitz, Hofmann; Fazzini, Morini, Bertaggia; Kostner. Bemerkungen: Zug ohne Lüthi (verletzt), Lugano ohne Hirschi (krank) und Steinmann (verletzt). Zangger (21.) und Holden (27.) verletzt ausgeschieden. Zug ab 58:05 ohne Torhüter. Timeout Lugano (60.).

Ambri-Piotta - Biel 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) 5153 Zuschauer. - SR Mollard/Stricker, Espinoza/Gnemmi. Tore: 36. Nordlund (Emmerton/Ausschluss Macenauer) 1:0. 41. (40:48) Hall (Fora/Ausschluss Maurer) 2:0. 45. Lüthi (Joggi) 2:1. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Biel. PostFinance-Topskorer: Pestoni; Arlbrandt. Ambri-Piotta:Zurkirchen; Gautschi, Sidler; Fora, Nordlund; Trunz, Zgraggen; Birbaum; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Kamber, Bastl; Bianchi. Biel: Rytz; Dave Sutter, Fey; Jelovac, Maurer; Jecker, Wellinger; Joggi, Dufner; Tschantré, Haas, Spylo; Arlbrandt, Macenauer, Rossi; Daniel Steiner, Sutter, Lüthi; Wetzel, Ehrensperger, Stapleton. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger, Mäenpää (beide verletzt) und Hamill (überzähliger Ausländer), Biel ohne Nicholas Steiner, Olausson und Herburger (alle verletzt). Timeout Biel (58.).

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) 6189 Zuschauer. - SR Fischer/Wiegand, Borga/Bürgi. Tore:7. Slater 0:1 (Eigentor Ngoy). 26. Sprunger 1:1. 31. D'Agostini (Ausschluss Pedretti!) 1:2 (Penalty). 41. (40:51) Sprunger (Bykow, Réway/Ausschlüsse Slater, Rubin) 2:2. 55. Lombardi (D'Agostini) 2:3. 60. (59:30) D'Agostini (Ausschluss Benjamin Conz; Jérémy Wick) 2:4 (ins leere Tor). Strafen: 7mal 2 Minuten plus Spieldauer (Schilt) gegen Fribourg-Gottéron, 8mal 2 plus 5 Minuten (Pedretti) plus Spieldauer (Pedretti) gegen Genève-Servette. PostFinance-Topskorer: Bykow; Loeffel. Fribourg-Gottéron: Benjamin Conz; Schilt, Ngoy; Rathgeb, Alexandre Picard II; Maret, Marc Abplanalp; Camperchioli; Neukom, Gardner, Benny Plüss; Sprunger, Bykow, Salminen; John Fritsche, Rivera, Tristan Vauclair; Caryl Neuenschwander, Réway, Mottet; Pivron. Genève-Servette: Robert Mayer; Iglesias, Bezina; Jacquemet, Fransson; Loeffel, Mercier; Chuard; Jérémy Wick, Slater, Rubin; D'Agostini, Romy, Simek; Riat, Lombardi, Rod; Douay, Kast, Roland Gerber; Pedretti. Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Kamerzin, Loichat, Mauldin, Pouliot und Flavio Schmutz, Genève-Servette ohne Almond, Eliot Antonietti, Bays, Alexandre Picard, Tom Pyatt, Traber und Vukovic (alle verletzt). Pfostenschüsse: Rivera (9.); Douay (26./Latte). Timeout Genève-Servette (39.).

Lausanne - Bern 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) 6383 Zuschauer. - SR Clément/Massy, Peter Küng/Mauron. Tor: 55. Bergenheim (Helbling, Moser) 0:1. Strafen: je 2mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Hytönen; Conacher. Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Trutmann, Stalder; Jannik Fischer, Nodari; Walsky, Hytönen, Conz; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Antonietti, Froidevaux, Déruns; Augsburger, Savary, Simon Fischer. Bern: Schwendener; Jobin, Gerber; Flurin Randegger, Blum; Helbling, Krueger; Dubois, Gian-Andrea Randegger; Müller, Reichert, Alain Berger; Pascal Berger, Roy, Conacher; Moser, Plüss, Nico Hischier; Bodenmann, Luca Hischier, Bergenheim. Bemerkungen: Lausanne ohne Danielsson, Bang, Herren und Rytz, Bern ohne Kreis, Scherwey, Kobasew, Ebbett, Bührer, Untersander, Smith und Rüfenacht (alle verletzt). Timeouts Bern (29.) und Lausanne (59:16). Lausanne von 59:08 bis 59:58 ohne Torhüter.

Davos - Kloten Flyers 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) 5010 Zuschauer. - SR Schukies/Wehrli (De/Sz), Kaderli/Progin. Tore: 6. Axelsson (Marc Wieser) 1:0. 22. Ambühl (Forster, Simion/Ausschluss Hollenstein) 2:0. 46. Obrist (Romano Lemm) 2:1. 58. Ambühl (Ausschlüsse Assistenz-Coach Muller, Sheppard) 3:1. Strafen:3mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers. PostFinance-Topskorer: Lindgren; Bieber. Davos: Genoni; Brejcak, Jung; Heldner, Forster; Schneeberger, Kindschi; Forrer, Paschoud; Ambühl, Samuel Walser, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Simion, Corvi, Jörg; Sven Ryser, Aeschlimann, Kessler. Kloten Flyers: Martin Gerber; von Gunten, Frick; Schelling, Erik Gustafsson; Stoop, Back; Collenberg, Harlacher; Guggisberg, Santala, Hollenstein; Kolarik, Sheppard, Bieber; Leone, Kellenberger, Praplan; Romano Lemm, Liniger, Obrist. Bemerkungen: Davos ohne Sciaroni (krank), Félicien Du Bois, Paulsson, Samuel Guerra (alle verletzt) und Setoguchi (gesperrt), Kloten Flyers ohne Boltshauser, Casutt und Hasani (alle verletzt).

SI

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