Zwei Junge überraschen, ein Routinier ist gefordert

Acht Spieler kämpfen in den letzten zwei Spielen um vier Plätze im WM-Team von Coach Patrick Fischer.

Hat die Qual der Wahl: Nationalcoach Patrick Fischer muss bis zur WM noch vier Spieler aussortieren. (Bild: Keystone/Salvatore di Nolfi)

Hat die Qual der Wahl: Nationalcoach Patrick Fischer muss bis zur WM noch vier Spieler aussortieren. (Bild: Keystone/Salvatore di Nolfi)

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Zwei Chancen bleiben. Zwei Gelegenheiten, sich dem Trainer Patrick Fischer zu präsentieren. Mit den Partien gegen Lettland am Freitag in Herisau und am Samstag in Weinfelden beschliesst die Nationalmannschaft ihren Vorbereitungsparcours auf die Weltmeisterschaft. Gut eine Woche später werden die Letten erneut der Gegner sein, am 12. Mai im zweiten WM-Gruppenspiel. Die Schweiz wird in der ersten Turnierphase vier Partien innert fünf Tagen bestreiten (Italien, Lettland, Österreich, Norwegen). «Diese Spiele sollten wir gewinnen, müssen wir gewinnen», sagt Torhüter Leonardo Genoni.

Vorerst stehen gegen die Balten zwei Testspiele an. Danach wird Fischer sein provisorisches WM-Kader kommunizieren. Noch stehen 29 Spieler im Aufgebot. Mindestens vier werden die Reise nach Bratislava nicht antreten dürfen. Die Rechnung wird beeinflusst vom NHL-Playoff, wo die WM-Kandidaten Kukan (Abwehr, Columbus), Andrighetto (Angriff, Colorado) und Niederreiter (Angriff, Carolina) im Einsatz stehen. Niederreiter steht mit Carolina vor dem Einzug in den Conference-Final. Der Churer dürfte, wenn überhaupt, erst spät im WM-Turnier zum Team stossen.

22 Feldspieler und 3 Goalies darf die Schweiz für die WM melden. Fischer will mit 14 Angreifern und 8 Abwehrspielern nach Bratislava reisen. Soll heissen: Je 2 Verteidiger und Stürmer werden nach den Partien in der Ostschweiz aus dem Kader gestrichen. Teammanager Raeto Raffainer sagt: «Es gibt noch offene Fragen. Die Spieler erhalten Gelegenheit, sich in Herisau und Weinfelden nochmals zu zeigen.»

Hollenstein muss zittern

Keine Fragezeichen gibt es bei den Torhütern: Genoni ist die Nummer 1, Berra die 2, Mayer die 3. In der Abwehr sind Diaz, Fora, Genazzi, Josi, Loeffel und Weber gesetzt. Vom Quartett Glauser (Langnau), Frick (Lausanne), Kreis und Moser (beide Biel) dürfte nur ein Duo an die Titelkämpfe reisen, wobei Fischer just dem 18 Jahre jungen Moser «sehr gute Chancen» einräumt.

Im Angriff hat Youngster Kuraschew die Verantwortlichen überrascht. Der 19 Jahre alte Center bestritt die Saison beim Juniorenteam Québéc Remparts und hat erst drei Spiele auf Profi-Niveau absolviert. Bei ihm stellt sich aber die Frage nach der Intensität. Liefern muss in der Ostschweiz vor allem der mehrfache WM- und Olympiateilnehmer Hollenstein. Im Training bildete der ZSC-Angreifer mit Bertaggia (Lugano) und Müller (Ambri) den Block der Überzähligen. Von den erwähnten vier Stürmern dürften zwei den letzten «Cut» nicht überstehen.

Kader für die letzten WM-Tests gegen Lettland am Freitag in Herisau (20.15 Uhr) und Samstag in Weinfelden (18.30 Uhr):
Tor (3): Berra (Fribourg), Genoni (Bern), Mayer (Genf). – Verteidigung (10): Diaz (Zug), Fora (Ambri), Frick, Genazzi (beide Lausanne), Glauser (Langnau), Josi, Weber (beide Nashville), Kreis, Moser (beide Biel), Loeffel (Lugano). – Sturm (16): Ambühl (Davos), Bertaggia, Hofmann (beide Lugano), Bertschy (Lausanne), Fiala (Minnesota), Haas, Moser, Scherwey (alle Bern), Hischier (New Jersey), Hollenstein (Zürich), Kuraschew (Québec), Martschini (Zug), Müller (Ambri), Praplan (Springfield), Riat (Biel), Rod (Genf).

Erstellt: 03.05.2019, 14:05 Uhr

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