Zum Hauptinhalt springen

Zweites Overtime-Siegestor in Serie – Cervenka bodigt den ZSC

Die Lakers feiern mit dem 3:2 nach Verlängerung ihren dritten Sieg nacheinander. Dabei lassen sie sich auch nicht von einem frühen 0:2 beeindrucken.

Simon Graf
Lakers haben gut Lachen: Nach 16 gespielten Sekunden der Verlängerung beendete Topscorer Cervenka die Partie mit seinem Tor und bescherte Rapperswil den Sieg.
Lakers haben gut Lachen: Nach 16 gespielten Sekunden der Verlängerung beendete Topscorer Cervenka die Partie mit seinem Tor und bescherte Rapperswil den Sieg.
Ennio Leanza, Keystone
Genf-Servette schickte den amtierenden Meister Bern mit einer 2:4-Niederlage nach Hause.
Genf-Servette schickte den amtierenden Meister Bern mit einer 2:4-Niederlage nach Hause.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Endlich wieder Punkte: Nach zwei Niederlagen in Folge fand der EV Zug wieder auf die Gewinner-Strasse, auch wenn sie gegen Lugano dafür bis ins Penaltyschiessen mussten.
Endlich wieder Punkte: Nach zwei Niederlagen in Folge fand der EV Zug wieder auf die Gewinner-Strasse, auch wenn sie gegen Lugano dafür bis ins Penaltyschiessen mussten.
Alexandra Wey, Keystone
1 / 5

Dass Roman Cervenka ein exzellenter Hockeyspieler ist, daran zweifelte bei den ZSC Lions letzte Saison niemand. Das Problem war, dass er es zu wenig oft zeigen konnte. Der Tscheche erlitt eine Thrombose, die zu einer Lungenembolie führte, und konnte nur 26 Spiele ­bestreiten. Hätte er die Saison durchspielen können, die Zürcher hätten wohl das Playoff erreicht – und er einen neuen Vertrag erhalten. Doch den Lions war das Risiko wegen seiner fragilen Gesundheit zu gross, und so kam Cervenka mit 33 zu einem Neuanfang in Rapperswil-Jona.

Und als gebe es ausgleichende Gerechtigkeit für die schwierigen Monate in Zürich, ist ihm dieser exzellent ­gelungen. Im Spiel gegen seine letztjährigen Kollegen fiel er am Samstag lange nur wegen seines gelben Topskorer-Helms auf, doch in der Overtime kam sein grosser Auftritt: Roe dribbelte an der gegnerischen blauen Linie, Cervenka stahl ihm den Puck und brauste davon. Gee­ring und Suter kamen ihm nicht mehr nach, und er düpierte Flüeler zum 3:2. Es war sein zweites Siegestor in der ­Verlängerung in Serie, nachdem er schon in Biel die Partie entschieden hatte – mit dem 1:0 nach 143 Sekunden. Diesmal brauchte er nur 19 Sekunden.

Lakers exzellent gestartet

Dank des Geniestreichs von Cervenka und ihrem kämpferischen Auftritt verdienten sich die Lakers ihren dritten Sieg in Serie. Vergangene Saison hatte sich der Aufsteiger bis zum sechsten Spiel gedulden müssen, um den ersten Saisonerfolg zu feiern. Nun haben die St. Galler mit ihrem exzellenten Saisonstart alle überrascht. Die Basis ist ­weiterhin die solide Defensivarbeit, doch es hilft, wenn man vorne einen Spieler hat wie Cervenka, der mit seiner individuellen Klasse Spiele entscheiden kann.

Dabei hatte gegen den ZSC anfangs nur wenig auf einen Lakers-Sieg hin­gedeutet. Chris Baltisberger beendete in der 7. Minute mit dem 1:0 in Überzahl die Serie der Ungeschlagenheit von Lakers-Goalie Nyffeler nach 138 Minuten und 52 Sekunden. Seit dem 3:6 zum Saisonauftakt in Bern war dieser nicht mehr bezwungen worden. Nun kassierte er gegen die ZSC Lions innert 64 Sekunden zwei Treffer, doppelte doch Bodenmann gleich nach mit einem platzierten Hocheckschuss.

Doch die Rapperswiler liessen sich nicht entmutigen und kämpften sich in die Partie, die anfangs an ihnen vorbeigelaufen war. Und es kam ihnen entgegen, dass sich ZSC-Center Prassl kurz nach Beginn des Mitteldrittels beim Bully eine Strafe einhandelte, die Rowe (21.) nach nur sechs Sekunden zum 1:2 nützte. Die Partie wogte danach hin und her, wobei es die Zürcher verpassten, in Überzahl das 3:1 zu erzielen.

----------

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

----------

Telegramm und Rangliste:

Rapperswil-Jona Lakers - ZSC Lions 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) n.V.

4360 Zuschauer. – SR Fluri/Massy, Gnemmi/Schlegel. – Tore: 7. Chris Baltisberger (Roe, Pettersson/Ausschluss Dünner) 0:1. 8. Bodenmann (Pedretti) 0:2. 21. (20:55) Rowe (Egli/Ausschluss Prassl) 1:2. 48. Kristo (Egli) 2:2. 61. (60:19) Cervenka 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Cervenka; Suter.Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Profico; Hächler, Maier; Egli, Randegger; Gähler, Schmuckli; Kristo, Rowe, Forrer; Clark, Cervenka, Spiller; Mosimann, Schlagenhauf, Casutt; Hüsler, Ness, Dünner.ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter; Suter, Roe, Wick; Pettersson, Prassl, Chris Baltisberger; Sigrist, Diem, Bodenmann; Simic, Schäppi, Pedretti; Hinterkircher.Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Wellman (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Krüger und Hollenstein (alle verletzt).

Rangliste:1. Biel 5/11 (12:7). 2. Genève-Servette 5/11 (15:9). 3. ZSC Lions 5/8 (17:14). 4. Bern 4/7 (13:10). 5. Rapperswil-Jona Lakers 4/7 (10:8). 6. SCL Tigers 4/7 (11:11). 7. Zug 5/7 (20:20). 8. Lausanne 3/6 (11:12). 9. Davos 2/3 (6:8). 10. Lugano 3/1 (6:11). 11. Ambri-Piotta 4/1 (6:14). 12. Fribourg-Gottéron 2/0 (3:6).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch