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Hoffen auf England und Wales

Bevor die Schweizer Nationalmannschaft am Dienstag in Basel Bulgarien empfängt, richten sich die Blicke heute Freitag nach Sofia (20.15) und Cardiff (20.45).

Dort stehen Konkurrenten um den zweiten Platz in der EM-Qualifikationsgruppe G im Einsatz.

Derzeit ist die Tabellenlage für die Schweiz alles andere als vorteilhaft. England und Montenegro haben jeweils elf Punkte auf dem Konto und damit sechs Zähler Vorsprung auf das Team von Ottmar Hitzfeld und Bulgarien. Während England unantastbar scheint, hofft die Schweiz darauf, in den restlichen drei Runden Montenegro noch abzufangen und sich den zweiten Platz zu sichern. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der Barrage, wenn man ausschliesst, dass die Schweiz sich als bester Gruppenzweiter direkt für die Endrunde in der Ukraine und Polen qualifiziert. Was man getrost tun kann.

Diverse Szenarien können noch zu einem Schweizer Happy-End führen. Doch Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass Montenegro in den kommenden zwei Partien, vor dem erhofften Showdown in der Schweiz am 11. Oktober, nicht mehr als drei Punkte holt. Montenegro trifft heute zunächst auswärts auf Wales und am 7. Oktober daheim auf England. Obwohl Wales noch mit null Punkten dasteht, glaubt Hitzfeld, dass eine schwierige Aufgabe auf das Überraschungsteam der Gruppe wartet.

"Dieses Spiel ist nicht entscheidend"

Die Waliser haben ihren Fokus bereits auf die WM-Qualifikation gerichtet. Das geben sie unumwunden zu, aber Stürmer Steve Morisonsagt auch: "Wir benötigen jetzt Tore und Siege, um mit einem guten Gefühl in die nächste Kampagne zu gehen." Morison erinnerte ansHinspiel, als Wales in Montenegro nach hartem Kampf nur 0:1 verloren hatte. "Sie kommen, um zu gewinnen, wir werden alles tun,um dies zu verhindern."

Bei den Montenegrinern herrscht eine gewisse Euphorie. Die erstmalige Qualifikation für eine Endrunde ist in greifbare Nähe gerückt. Den dadurch entstandenen Druck versuchte Stevan Jovetic, der offensive Mittelfeldspieler der Fiorentina, ein wenig zu entschärfen: "Dieses Spiel ist nicht entscheidend. Wir haben danach noch zwei Partien. Aber es ist klar, mit einem Sieg in Wales würde alles einfacher."

Matthäus glaubt daran, die Fans nicht

England trifft in Sofia auf eine Mannschaft, die sich in einer ähnlichen Situation befindet wie die Schweiz. Auch Bulgarien lebt derzeit in erster Linie von der Hoffnung. Nationaltrainer Lothar Matthäus: "Wenn wir England schlagen, können wir uns noch qualifizieren." Der Deutsche spricht sogar von guten Qualifikationschancen. "Die Partie gegen England ist ein Schüsselspiel für uns, es ist die wichtigste Partie für den bulgarischen Fussball in diesem Jahr. Ich bin überzeugt, dass wir die Spieler haben, um England zu schlagen. Wir haben letztes Jahr in England 0:4 verloren, aber aus den damals begangenen Fehlern gelernt."

Die bulgarischen Fans teilen den Optimismus von Matthäus nicht. Weniger als 15'000 Tickets konnten bis am Donnerstag für das 43'600 Zuschauer fassende Vasil-Levski-Stadion abgesetzt werden. Auch die Statistik spricht nicht für Bulgarien, das abgesehen vom zurückgetretenen Dimitar Berbatov auf alle seine Leistungsträger zählen kann. In neun Begegnungen mit England, gelang den Osteuropäern kein Sieg und nur ein Tor.

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