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Kadetten trotz starken Leistungen gescheitert

Die Kadetten Schaffhausen haben im Qualifikations-Turnier für die Champions League in Leon (Sp) beste Werbung für den Schweizer Handball gemacht.

Nach dem 30:29-Auftaktsieg gegen den Bundesligisten Lemgo trotzten sie am Samstag dem Heimteam Ademar Leon ein 27:27 ab, und am Sonntag bezwangen sie den slowenischen Topklub Celje 31:27. Dennoch muss das Team von Petr Hrachovec die Spiele der Königsklasse vor dem Fernseher verfolgen, da Leon zum Abschluss gegen Lemgo 31:21 gewann und sich dank der besseren Tordifferenz (84:73 gegenüber 88:83) den Turniersieg sicherte. Die Schaffhauser müssen mit dem EHF-Cup vorlieb nehmen.

Trotz des "Scheiterns" sind die Leistungen der Kadetten nicht hoch genug einzuschätzen. Präsident Giorgio Behr lobte das Team in höchsten Tönen: "Nach dem 4. Rang der Schweiz an der WM in Schweden (1993) ist das der grösste Handball-Erfolg für unser Land." Dreimal so zu spielen, sei kein Zufall. Er sei stolz.

Die Schaffhauser überzeugten gegen die individuell durchwegs stärker besetzte Konkurrenz mit strukturiertem Handball. Gegen Celje sorgten sie von der 39. bis zur 50. Minute für die entscheidende Differenz, als sie ein 17:19 in ein 25:20 wendeten. Danach liessen sie die Slowenen nie mehr näher als bis auf drei Tore herankommen.

Ganz stark präsentierten sich die Kadetten in der Defensive. Im Angriff vermochte Elio Bucher die Absenz von Regisseur Peter Kukucka, der sich am Vortag an der Wade verletzt hatte, mit einer starken Vorstellung zu kompensieren. Der 25-jährige Internationale machte das Spiel schnell, erzielte zwei Tore und holte vier Penaltys heraus. Zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Schaffhauser nach einer 13:12-Pausenführung 13:15 in Rückstand gerieten, hielt der neuverpflichtete Serbe Aleksandar Stojanovic sein Team in der Partie. Der Linkshänder erzielte vier der ersten sechs Tore des dreifachen Schweizer Meisters in der zweiten Halbzeit - insgesamt kam er auf sieben Treffer. Gar achtmal erfolgreich war der linke Flügel Manuel Liniger, der alle vier Penaltys verwandelte.

Gegen Ademar Leon hatten die Schaffhauser vor 4000 fanatischen Zuschauern ruhig Blut bewahrt. Und wie am Vorabend gegen Lemgo gelang dem auffälligsten Kadetten-Akteur im Finish ein wichtiges Tor: Der erst 21-jährige Este Mait Patrail realisierte 24 Sekunden vor Schluss mit dem sechsten persönlichen Tor den 27:27-Ausgleich.

Patrail erzielte all seine Tore in der zweiten Halbzeit, in der er nach dem Ausfall von Kukucka auf die Mittelposition wechseln musste. Doch selbst diese bedeutende Umstellung warf die Kadetten nicht aus dem Rhythmus. Die Partie verlief ungemein spannend. Neunmal wechselte die Führung. Der Maximalvorsprung der Schweizer betrug ein Tor; Leon führte zweimal mit zwei Toren Unterschied (17:15 und 19:17).

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