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Knall bei GC Amicitia: Ehret tritt per sofort zurück

Der Handball-Trainer Arno Ehret wirft dem Vorstand vor, Abmachungen nicht eingehalten zu haben und verlässt GC Amicitia Zürich mitten in der Saison.

Arno Ehret war mit GC Amicitia gut unterwegs. Foto: Keystone
Arno Ehret war mit GC Amicitia gut unterwegs. Foto: Keystone

GC Amicitia Zürich ist in der Schweizer Meisterschaft gut unterwegs. Am Mittwoch, als Trainer Arno Ehret den 66. Geburtstag feierte, holten die Zürcher sogar einen Punkt in der Halle von Leader Kadetten Schaffhausen, vorher hatten sie gegen Basel und Endingen gewonnen. Rang 8, ein Playoff-Platz, ist dem Team eigentlich nicht mehr zu nehmen.

Und dann informierte Ehret am Freitag Vorstand und Team, dass er per sofort zurücktritt. Schon am Samstag, wenn GC Amicitia in der Saalsporthalle gegen Pfadi spielt, ist der Deutsche nicht mehr ­dabei. Der bisherige Assistent ­Sascha Schönholzer rückt vorläufig nach.

Ehret erklärt seinen für Aussenstehende überraschenden Schritt vor allem damit, «dass die Vertrauensbasis mit dem Vorstand nicht mehr vorhanden war, dass gemachte Absprachen nicht eingehalten wurden». Es ging und geht in dieser Angelegenheit um die Trainerfrage für die Zukunft. Ehret war auf Januar hin als Nothelfer zu GC Amicitia gekommen. Er wollte sich auch für die Zukunft nicht 100 Prozent verpflichten lassen, aber er wollte unbedingt in Zusammenarbeit mit der Führung mithelfen, «eine langfristige und kontinuierliche ­Lösung zu finden».

Überrascht vom Entscheid

Ehret war also der Meinung, dass man in dieser Angelegenheit gemeinsam arbeiten würde, «sich offen austauscht». Und war deshalb am Donnerstag doch sehr überrascht, als ihm der Vorstand um Präsident Philip Hohl mitteilte, dass ein neuer Trainer gefunden wurde, dass der Vertrag mit ihm nicht verlängert wird. Also musste Ehret zu Recht annehmen, dass die Abmachungen betreffend der gemeinsamen Lösungssuchung nicht eingehalten worden sind. Das hat ihn in seinem Stolz verletzt. Ein Jungtrainer hätte solches vielleicht geschluckt, aber der frühere Weltmeister, der das Schweizer Nationalteam 1993 auf den vierten WM-Rang geführt hatte, der muss niemandem mehr etwas beweisen.

Präsident Hohl bedauert den Entscheid Ehrets. Er sagt, dass man einen Trainer suchte, der 100 Prozent im Club angestellt sei, mit einer Perspektive von zwei bis drei Jahren. Und er denkt, mit Ehret «normale Gespräche» geführt zu haben. Der neue Trainer wird wohl Jakub Szymanski sein, der aktuelle Rückraum-Regisseur. Der Tscheche, auf diese Saison von Bern gekommen, wird nun ein halbes Jahr früher in seine neue Rolle hineinwachsen müssen.

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