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Kroatischer Ärger über einen Penalty

An der WM in Brasilien sorgt bereits in der ersten Partie ein umstrittener Schiedsrichter-Entscheid für Diskussionen.

Die Kroaten sind erzürnt über den ultrastrengen Penalty-Pfiff des Japaners Yuichi Nishimura, welcher ihre 1:3-Niederlage gegen den Gastgeber eingeleitet hatte. Trainer Niko Kovac konnte sich nach dem Eröffnungsspiel kaum mehr beruhigen. "Es ist eine Schande. Wir wurden beraubt", schimpfte er. Die ganze Welt habe gesehen, dass der Schiedsrichter einen grossen Fehler begangen habe. Kovac sprach die Szene nach rund 70 Minuten an. Sein Verteidiger Dejan Lovren hatte im eigenen Strafraum Stürmer Fred berührt und nachdem sich der Brasilianer theatralisch fallen liess, zeigte Yuichi Nishimura auf den Elfmeterpunkt. "Ein lächerlicher Entscheid", kommentierte Kovac. Er sprach dem Referee die WM-Tauglichkeit ab.

"Der Schiedsrichter wendete nicht für beide Teams den gleichen Massstab an. Wenn dies so weitergeht, haben wir an dieser WM 100 Penaltys. Das ist Zirkus", fuhr Kovac fort. Die Kroaten witterten eine Begünstigung des WM-Gastgebers. "Skandal! Brasilien hat zu zwölft gespielt", meinte "Täter" Lovren nach dem Match. Sein Teamkollege Vedran Corluka beurteilte den Auftritt Nishimuras als "peinlich". Der Unparteiische habe es nicht einmal geschafft, Englisch zu sprechen. Das habe er in seiner Karriere noch nie erlebt. Die Klagen der Kroaten stiessen auf breiter Front auf offene Ohren. Auch ausgewiesene Experten kritisierten Nishimuras Regelauslegung als zu hart.

Für Nishimura ist es die zweite WM-Teilnahme. 2010 in Südafrika hatte der Asiate Brasilien kein Glück gebracht. Er leitete den Viertelfinal, in dem die "Seleçao" mit einer 1:2-Niederlage gegen Holland aus dem Turnier ausschied. In der Schlussphase hatte Nishimura den Brasilianer Felipe Melo des Feldes verwiesen.

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