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Kugelstösser Storl mit Nerven wie Drahtseile

Der deutsche Kugelstösser David Storl wurde 20 Jahre nach Werner Günthör Weltmeister in Daegu (SKor). Der 21-Jährige gewann Gold mit dem letzten Versuch.

Storl siegte mit der persönlichen Bestweite von 21,78 Metern. Der 21-jährige bewies Nerven. Der Jahresbeste Dylan Armstrong verdrängte den Deutschen im vierten Versuch mit 21,64 m von der Spitze. Doch Storl konterte im letzten Versuch und lag in der Endabrechnung 14 Zentimeter vor Armstrong. Werner Günthör hatte seine drei Weltmeistertitel 1987 in Rom, 1991 in Tokio und 1993 in Stuttgart gewonnen.

Im Weitsprung setzte sich Titelverteidiger Dwight Phillips (USA) mit 8,45 m erneut durch und gewann sein insgesamt viertes WM-Gold. Der Jahresweltbeste Mitchel Watt aus Australien holte mit 8,33 m Silber.

Veronica Campbell-Brown aus Jamaika war über 200 Meter nicht zu schlagen. Die Olympiasiegerin kam nach 22,22 Sekunden ins Ziel. Zweite wurde 100-Meter-Weltmeisterin Carmelita Jeter aus den USA in 22,37 vor ihrer US-Teamkollegin und Titelverteidigerin Allyson Felix in 22,42.

Die Kenianerin Vivian Cheruiyot hat ihren Titel über 5000 m in 14:55,36 Minuten erfolgreich verteidigt und dem ostafrikanischen Land die fünfte Goldmedaille beschert. Sylvia Jebiwott Kibet machte als Zweite in 14:56,21 Kenias Doppelsieg perfekt.

Weltmeisterin im Speerwerfen wurde die Russin Maria Abakumowa, die mit 71,99 m eine Weltjahresbestweite aufstellte. WM-Silber sicherte sich Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien mit 71,58 m. Das Duell der beiden Werferinnen war absolut hochklassig. Spotakovas Weltrekord von 72,28 wackelte.

Der Blade Runner Oscar Pistorius hat eine Medaille gewonnen. Beim Sieg der USA in der 4x400-m-Staffel in 2:59,31 Minuten belegte Südafrika ohne Pistorius Rang 2 in 2:59,87 Minuten vor Jamaika (3:10,10). Weil der Prothesenläufer aber im Halbfinal zum Einsatz gekommen war und das Quartett seines Heimatlandes als Startläufer zum Landesrekord geführt hatte, wird der 24-jährige Paralympics-Sieger mit auf dem Treppchen stehen und Edelmetall in Empfang nehmen.

800-Meter-Titelverteidigerin Caster Semenya rennt in Daegu wieder um Gold mit. Die 20 Jahre alte Südafrikanerin qualifizierte sich in der persönlichen Saisonbestzeit von 1:58,07 Minuten als Erste des dritten Halbfinal-Laufs ohne Probleme für den Medaillenkampf am Sonntag.

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