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Die skurrilsten Doping-Fälle

Wo Sportler des Doping überführt werden, sind kreative Erklärungen oft nicht weit. Meist ohne Erfolg.

Petr Korda (1999, Tschechien). Sportart: Tennis. Die Substanz: Nandrolon, ein anaboles Steroid. Die Erklärung: Der Tennisspieler liebt Lammfleisch, was Nandrolon enthält. An dem ist eigentlich nichts auszusetzen, jedoch müsste ein Mensch täglich 20 kg Lammfleisch essen, um die gleiche Menge Nandrolon zu sich zu nehmen, wie sie bei Kordas Proben gefunden wurde. Das Urteil: Korda wurde für ein Jahr gesperrt. Ausserdem musste er Preisgelder zurückzahlen.
Petr Korda (1999, Tschechien). Sportart: Tennis. Die Substanz: Nandrolon, ein anaboles Steroid. Die Erklärung: Der Tennisspieler liebt Lammfleisch, was Nandrolon enthält. An dem ist eigentlich nichts auszusetzen, jedoch müsste ein Mensch täglich 20 kg Lammfleisch essen, um die gleiche Menge Nandrolon zu sich zu nehmen, wie sie bei Kordas Proben gefunden wurde. Das Urteil: Korda wurde für ein Jahr gesperrt. Ausserdem musste er Preisgelder zurückzahlen.
Keystone
Dieter Baumann (1999, Deutschland). Sportart: Leichtathletik. Die Substanz: Nandrolon, das in seiner Zahnpasta enthalten war. Die Erklärung: Baumann sprach von einem «kriminellen Akt» gegen ihn und bestreitet bis heute, je wissentlich gedopt zu haben. Das Urteil: Der nationale Verband sprach Baumann zwar frei, der Weltleichtathletikverband zeigte sich damit nicht einverstanden, sperrte den Deutschen für 16 Monate und erkannte ihm seinen nationalen Titel über 5000 m von 1999 ab.
Dieter Baumann (1999, Deutschland). Sportart: Leichtathletik. Die Substanz: Nandrolon, das in seiner Zahnpasta enthalten war. Die Erklärung: Baumann sprach von einem «kriminellen Akt» gegen ihn und bestreitet bis heute, je wissentlich gedopt zu haben. Das Urteil: Der nationale Verband sprach Baumann zwar frei, der Weltleichtathletikverband zeigte sich damit nicht einverstanden, sperrte den Deutschen für 16 Monate und erkannte ihm seinen nationalen Titel über 5000 m von 1999 ab.
Keystone
Bruno Gisler (2013, Schweiz). Sportart: Schwingen. Die Substanz: Nikethamid, ein Psychostimulan, das eine Atem- und Kreislaufstimulation bewirkt. Die Erklärung: Gisler machte eine einfache Verwechslung für den Dopingfall verantwortlich. So soll er seinen Spagyrik-Spray (gegen Grippe) mit dem seiner Frau (gegen Schwangerschaftsübelkeit) verwechselt haben. Das Urteil: Gisler wurde für sechs Monate gesperrt.
Bruno Gisler (2013, Schweiz). Sportart: Schwingen. Die Substanz: Nikethamid, ein Psychostimulan, das eine Atem- und Kreislaufstimulation bewirkt. Die Erklärung: Gisler machte eine einfache Verwechslung für den Dopingfall verantwortlich. So soll er seinen Spagyrik-Spray (gegen Grippe) mit dem seiner Frau (gegen Schwangerschaftsübelkeit) verwechselt haben. Das Urteil: Gisler wurde für sechs Monate gesperrt.
Keystone
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Dem amerikanischen Staffel-Olympiasieger von Rio 2016, Gil Roberts, wurden unerlaubte Substanzen nachgewiesen. Seine Begründung ist simpel: Er habe sich den Wirkstoff Probenecid durch Küssen geholt. Seine Freundin soll das Mittel aus einer ländlichen Region Indiens bezogen und das Pulver aus der Kapsel entnommen haben, statt diese zu schlucken.

Und obwohl Experten diese Geschichte für unwahrscheinlich halten, wurde Roberts freigesprochen. Der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel sagt dazu: «Alles ist dermassen perfekt auf den Unschuldsbeweis zugeschnitten, dass die Story unwahrscheinlich wirkt.»

Roberts ist aber bei weitem nicht der einzige, der für seine positiven Proben eine skurrile Geschichte bereit hielt, wie unsere Bildstrecke zeigt.

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