Ein schneller Bolt und ein Weltrekord

Usain Bolt glückt die Hauptprobe für Rio. Der Sprintstar gewinnt den 200-m-Lauf in 19,89 Sekunden. Bei den Frauen wird ein 28-jähriger Weltrekord geknackt.

Usain Bold erbringt am Diamond-League-Meeting in London den Leistungsnachweis: Der jamaikanische Sprintstar ist bereit für die Olympischen Spiele in Rio (22. Juli 2016).

Usain Bold erbringt am Diamond-League-Meeting in London den Leistungsnachweis: Der jamaikanische Sprintstar ist bereit für die Olympischen Spiele in Rio (22. Juli 2016). Bild: Keystone

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Usain Bolt bewies somit seinem Verband, dass er für den Saisonhöhepunkt fit ist. Der sechsfache Olympiasieger hatte bei den jamaikanischen Leichtathletik-Meisterschaften aufgrund einer Verletzung seine direkte Qualifikation für die Spiele in Rio verpasst. Wegen einer leichten Zerrung im linken Oberschenkel verzichtete der 29-Jährige nach seinem Halbfinalsieg über die 100 Meter in 10,04 Sekunden auf den anschliessenden Endlauf. Nur wegen eines Sonderpassus bedeutete der Verzicht an den Trials nicht das vorzeitige Out.

Bolt macht sich trotz seiner Verletzungsprobleme keine Sorgen um seinen Olympia-Start. «Ich fühle mich gut. Mein Arzt hat einen guten Job gemacht. Mein Oberschenkel macht keine Probleme mehr», sagte der Weltmeister und Olympiasieger über 100 und 200 Meter am Vortag des Meetings in London.

Mit Wut im Bauch zum Weltrekord

Die Amerikanerin Kendra Harrison verbessert in 12,20 Sekunden den 28 Jahre alten Weltrekord über 100 m Hürden um eine Hundertstelsekunde. Die bloss 1,63 m grosse und erst 23 Jahre alte Athletin unterbot somit einen Uralt-Rekord der Leichtathletik. Harrison war um einen Hundertstel schneller als die Bulgarin Yordanka Donkova im Jahr 1988.

Bereits im Vorlauf hatte das US-Girl in 12,40 Sekunden angedeutet, dass es ihr Abend werden könnte. Harrison hatte zu Beginn der Saison für Aussehen gesorgt, als sie in Eugene 12,24 Sekunden erreicht hatte. An den US-Trials wurde sie allerdings nur Sechste und verpasst somit die Olympischen Spiele in Rio.

«Ich lief mit der Wut im Bauch und wollte den anderen Mädchen zeigen, was ich drauf habe», sagte sie in Anspielung auf den Saisonhöhepunkt, den sie verpassen wird. «Die 12,40 im Vorlauf gaben mir das Vertrauen zurück. Ich wusste, dass ich es drauf habe und rannte so schnell ich konnte», sagte Harrison.

Zwei Jahresbestmarken

Jahresweltbestleistungen gingen im Olympia-Stadion der Spiele 2012 auf das Konto der 400-m-Läuferin Schaunae Miller (BAH, 49,55), der Sprintstaffel der Britinnen (41,81) und des Dreispringers Christian Taylor (USA/17,78).

Mit der Stabhochspringerin Nicole Büchler steht am Samstag eine weitere Schweizerin beim zweitägigen Meeting in London im Einsatz.

London. Diamond League (10/14). Männer. 100 m (RW 0,4 m/s): 1. Jimmy Vicaut (FRA) 10,02. 2. Isiah Young (USA) 10,07. 3. Churandy Martina (NED) 10,10. Vorlauf. 2. Serie (RW 0,3 m/s): 1. Vicaut 9,96.

200 m (GW 0,3 m/s, keine DL-Disziplin): 1. Usain Bolt (JAM) 19,89. 2. Alonso Edward (PAN) 20,04. 3. Adam Gemili (GBR) 20,07.

800 m: 1. Pierre-Ambroise Bosse (FRA) 1:43,88. 2. Brandon McBride (CAN) 1:43,95. 3. Ferguson Cheruiyot Rotich (KEN) 1:44,38.

1 Meile (keine DL-Disziplin): 1. Silas Kiplagat (KEN) 3:53,04.

Stab (keine DL-Disziplin): 1. Renaud Lavillenie (FRA) 5,90. 2. Sam Kendricks (USA) 5,83.

Drei: 1. Christian Taylor (USA) 17,78 (JWB). 2. Chris Carter (USA) 16,89. 3. Dong Bin (CHN) 16,85.

Frauen. 400 m: 1. Shaunae Miller (BAH) 49,55 (JWB). 2. Stephenie Ann McPherson (JAM) 50,40. 3. Natasha Hastings (USA) 50,49 .

1500 m: 1. Laura Muir (GBR) 3:57,49. 2. Sifan Hassan (NED) 4:00,87. 3. Meraf Bahta (SWE) 4_02,62.

100 m Hürden (RW 0,3 m/s): 1. Kendra Harrison (USA) 12,20 (WR, zuvor Jordanka Donkova/Bul 12,21 1988). 2. Brianna Rollins (USA) 12,57. 3. Kristi Castlin (USA) 12,59. - 2. Vorlauf (RW 0,2 m/s): 1. Kendra Harrison 12,40.

400 m Hürden (keine DL-Disziplin): 1. Dalilah Muhammad (USA) 53,90. 2. Sara Petersen (DEN) 54,33.

Hoch: 1. Ruth Beitia (ESP) 1,98. 2. Mirela Demireva (BUL) 1,95. 3. Katarina Johnson-Thompson (GBR) 1,95.

4x100 m: 1. Grossbritannien 41,81 (JWB). 2. Brasilien 42,59. 3. Frankreich 42,84. Ferner: 5. Schweiz (Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Ellen Sprunger, Salomé Kora) 43,43 (kko/SDA)

Erstellt: 22.07.2016, 23:55 Uhr

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