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Klarer Trend: Aufwärts

Die Bilanz der Schweizer Leichtathleten 2017 ist schön. Sie kann prächtig werden.

Die Vorgabe ist hoch, aber es gibt keinen Grund, sie nicht zu übertreffen: Mit vier Top-Ten-Plätzen kehrten die Schweizer vor zwei Jahren von der WM in Peking heim – mit dem besten Resultat seit 1991. Swiss Athletics war damals mit einem jungen und ambitionierten Team nach China gereist, und zuletzt sorgte die Jüngste für das beste Ergebnis: Hürdensprinterin Noemi Zbären war als erst 21-Jährige heraus­ragende Sechste geworden.

Das aktuelle Team ist noch immer jung, mindestens so ambitioniert, aber: Alle haben zwei Jahre mehr Erfahrung, und ein Trio hat vor einem Jahr mit je einer Medaille zur erfolgreichsten EM beigetragen – Kariem Hussein, Lea Sprunger, Mujinga Kambundji. Um sie herum ist eine Delegation von 19 Athletinnen und Athleten gewachsen, die in dieser Saison schon etliche Schweizer Rekorde schafften, an U-20- und ­U-23-EM Medaillen en masse gewannen und einen einzigartigen Coup feierten: den Aufstieg in die prestigeträchtige Super League der Team-EM. Der Trend also ist unschwer festzustellen: Es geht ungebremst aufwärts.

In der erweiterten Weltspitze

Nun aber ist WM. Und damit das Leistungsniveau höher. Dennoch braucht sich das von 16 Frauen geprägte Schweizer Team in London nicht zu verstecken, ist die Vorgabe von vier Top-Ten-Plätzen ein hohes, aber erreichbares Ziel. Denn auch Hallen-Europameisterin Selina Büchel hat über 800 m längst bewiesen, dass sie zur erweiterten Weltspitze gehört, vor allem hat sie in den letzten zwei Jahren wichtige Erfahrungen gesammelt. Stabspringerin Nicole Büchler ist ebenso unter den Stärksten, wenn sie gesund ist. Und Lea Sprunger, die Langhürdlerin, die für drei Disziplinen qualifiziert gewesen wäre, hat ein Potenzial wie wohl niemand im Team. Sie reist als Nummer 9 der Jahres­weltbestenliste an.

Dass Alex Wilson und Fabienne Schlumpf nicht so sehr im Fokus stehen, hat nichts mit ihren Leistungen zu tun. Der Sprinter und die Steeplerin verbesserten jüngst mehrmals die Schweizer Rekorde. Ihr Pech ist, dass sie in Disziplinen mit grösster Dichte unterwegs sind. Für sie gilt aber nicht weniger: Trend aufwärts. Hält dieser an, kann die schöne Schweizer Bilanz 2017 in London prächtig werden.

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