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«Lieber bin ich frei als ängstlich»

Der Schwinger Curdin Orlik outet sich als schwul. Die Geschichte einer schwierigen Entscheidung.

Christof Gertsch, Das Magazin
Man kennt ihn als starken Schwinger – dass er Männer liebt, hat Curdin Orlik bislang verschwiegen. Foto: Anne Morgenstern
Man kennt ihn als starken Schwinger – dass er Männer liebt, hat Curdin Orlik bislang verschwiegen. Foto: Anne Morgenstern

Manchmal, sagt Curdin Orlik, sei es am besten, gleich auf den Punkt zu kommen. Er rückt den Stuhl näher, nimmt einen Schluck Wasser, legt die Arme auf den Tisch. «Ich bin so», sagt er dann, «ich kann nichts dafür. So bin ich geboren.»

Dies ist Curdin Orliks öffentliches Coming-out. Als erster Schwinger und als erster aktiver männlicher Topsportler in der Schweiz überhaupt steht er zu seiner Liebe zu Männern. 27 Jahre alt ist er, befindet sich in der Blüte seiner Karriere: Sieger am Walliser, am Freiburgischen, am Emmentalischen und am Oberländischen Schwingfest, Schlussgangteilnehmer am Unspunnen-Schwinget, Kranzgewinner am Eidgenössischen Schwingfest. Viele sagen, er habe das Zeug zum König. Er selbst denkt das auch.

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