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"ManU" verzichtet gegen Schalke auf die Bestbesetzung

Manchester United kann es sich im Rückspiel gegen Schalke erlauben, mehrere Titulare zu schonen. Der englische Top-Klub startet mit einem 2:0-Vorteil ins 2. CL-Halbfinal-Duell.

Zu viel spricht gegen den mittelmässsigen Bundesligisten.Bereits am Zoll im Düsseldorfer Flughafen wurde Schalke mit dem ersten Problem konfrontiert. Fehlende Passdokumente einiger Ausländer verursachten eine mehrstündige Verspätung. In Manchester ist mit weiteren Schwierigkeiten zu rechnen - aber nur auf dem Rasen. Die europäische Reise dürfte im "Old Trafford" enden. Die im Hinspiel eingehandelte Hypothek wiegt zu schwer. Die Statistiker der UEFA haben ermittelt, dass ein 2:0-Vorsprung in 97 Prozent der Fälle zur Qualifikation genügt.

Nicht nur der Statistik wegen sind die Schalker krasse Aussenseiter. Im eigenen Stadion wurde ihnen vom besten englischen Klub-Team eine Lektion erteilt. Und vor eigenem Anhang ist "ManU" in dieser Saison unschlagbar gut: In keinem Wettbewerb hat die United ein Spiel verloren. In elf CL-Partien liess sich die Defensive Manchesters nur dreimal (!) ausmanövrieren. Das sind Kennzahlen eines Vereins, der zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren den Final der besten europäischen Teams erreichen könnte.

Die 0:1-Niederlage gegen Arsenal wird nun aber auch das Programm in der Champions League touchieren. Der Vorsprung auf Chelsea beträgt nur noch drei Punkte. Am Sonntag kommt es gegen die zweitklassierten "Blues" zum Showdown. Sir Alex Ferguson wird mit Blick auf die wieder heiklere Situation in der Premier League den Besitzstand gegen Schalke 04 deshalb nicht mit der bestmöglichen Formation verteidigen.

Ryan Giggs und Wayne Rooney werden aller Voraussicht nach nur auf der Ersatzbank sitzen. Paul Scholes, Michael Owen, einst das Wunderkind des englischen Fussballs, und vor allem Dimitar Berbatov, mit 21 Toren erfolgreichster Stürmer der Premier League, rücken unter die ersten elf vor. "Wir benötigen frische Spieler", erklärte Ferguson.

Im Vergleich zum dreifachen Meistercupsieger hat Schalke verhältnismässig wenig anzubieten. Zuletzt wurden sie in der Bundesliga von den Bayern beim 1:4 regelrecht vorgeführt. Die Wogen der Europacup-Begeisterung haben sich etwas gelegt. Das Märchen neigt sich dem Ende zu. "Mit uns rechnet keiner mehr", hat Trainer Ralf Rangnick festgestellt. Ihm ist zu 100 Prozent beizupflichten.

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