Genesungswünsche an Kubica – Ferraris Umtaufe

Die Formel-1-Teams haben einen besonderen Genesungsgruss an den verunglückten Piloten Robert Kubica nach Italien geschickt. Und Ferrari muss seinen Boliden umtaufen.

Eine sympathische Geste: Sauber-Fahrer Sergio Perez wünscht auf seinem Wagen Genesungswünsche an die Adresse von Robert Kubica.

Eine sympathische Geste: Sauber-Fahrer Sergio Perez wünscht auf seinem Wagen Genesungswünsche an die Adresse von Robert Kubica. Bild: Keystone

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Nach juristischen Schritten durch den amerikanischen Autobauer Ford änderte Ferrari den Namen für seinen neuen Formel-1-Wagen. In allen Bereichen werde die Kurzform F150 durch die Bezeichnung Ferrari 150th Italia abgelöst. Ford hatte wegen angeblicher Verletzung von Markenrechten in Detroit eine Klage eingereicht. Der Autobauer hat seit 1975 einen Pickup mit der Bezeichnung F-150 im Sortiment. Der Name des neuen Ferraris ist eine Hommage an 150 Jahre Einigung Italiens.

Eine nette Geste für den verunfallten Piloten

Der neue R31 von seinem Rennstall Lotus Renault trug am Donnerstag zum Auftakt der Testfahrten in Jerez in goldener Schrift auf der schwarzen Lackierung den Schriftzug «Zybkiego powrotu do zdrowia Robert». Das bedeutet auf polnisch: «Gute Besserung, Robert». Der neue McLaren trug den gleichen Schriftzug auf dem Frontflügel. Auch Sauber beteiligte sich an der sympathischen Aktion.

Kubica war vergangenen Sonntag nach einem schweren Rallye-Unfall sieben Stunden lang operiert worden. Der Pole konnte aber schon am Donnerstag die Intensivstation verlassen und wurde in die orthopädische Abteilung des Spitals in der toskanischen Ortschaft Pietra Ligure verlegt. Der Zustand des Piloten sei zufriedenstellend, berichteten die Ärzte, die am Freitag einen neuen Eingriff planen. Dann werden die Brüche an Kubicas rechter Schulter und am rechten Fuss gerichtet. Am Montag muss der 26-Jährige erneut operiert werden, dann ist die Korrektur des ebenfalls gebrochenen rechten Ellbogens vorgesehen. Nach den beiden weiteren Eingriffen soll der Pilot wieder in die Intensivstation eingeliefert werden.

Sauber-Pilot mit der zweitbesten Zeit

In den Tests vom Donnerstag realisierte Sergio Perez im Sauber-Ferrari die zweitbeste Zeit des Tages. Schneller als der 21-jährige Sauber-Rookie war gestern auf dem Circuit de Jerez lediglich Felipe Massa im Ferrari. Der Brasilianer wies am Ende des Tages 0,774 Sekunden Vorsprung gegenüber Perez auf. Dritter hinter dem Mexikaner wurde Mark Webber (Au) im Red Bull-Renault.

Perez, der auch am zweiten Tag in Jerez im Cockpit des neuen Sauber C30 sitzen wird, zeigte sich nach den 94 absolvierten Runden am Donnerstag äusserst zufrieden: «Ich bin sehr glücklich wie es heute gelaufen ist. Ich werde immer zuversichtlicher was die Abläufe mit dem Team und dem Auto anbelangt.»

Der Waadtländer Sébastien Buemi kommt im Toro Rosso-Ferrari erst am Samstag und am Sonntag zum Einsatz. Für den italienischen Rennstall sassen gestern der australische Red-Bull-Nachwuchsfahrer Daniel Ricciardo (4.) und der Spanier Jaime Alguersuari (6.) am Steuer des neuen STR6.

(si)

Erstellt: 10.02.2011, 16:58 Uhr

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