Jetzt ist auch der «kleine» Marquez Weltmeister

Am GP von Malaysia wird Tom Lüthi nach einem starken Rennen Dritter. Rivale Alex Marquez aber holt sich vorzeitig den WM-Titel.

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Mit einer souveränen Vorstellung und dem zweiten Platz sichert sich Alex Marquez in Sepang seinen ersten Weltmeistertitel in der Moto2-Kategorie. Erster Gratulant bei den ausgelassenen Feierlichkeiten nach dem GP von Malaysia ist Bruder Marc Marquez, der schnellste Motorradpilot der Welt und MotoGP-Überflieger.

Alex Marquez hatte die beste Zeit im Qualifying aufgestellt und kontrollierte das Rennen über weite Strecken. Den Sieger Brad Binder griff er in der Schlussphase nicht an, Marquez beschränkte sich darauf, Tom Lüthi auf Distanz zu holten. Das gelang ihm, obwohl Lüthi nach Rang 5 im Training viel riskierte, am Limit fuhr, die kleine Lücke im hochklassigen Dreikampf jedoch nicht ganz zu schliessen vermochte.

Lüthi nun vier Punkte hinter Binder

Zum zweiten Mal in der Motorrad-WM-Geschichte gelang es den Marquez-Brüdern damit, im gleichen Jahr Weltmeister zu werden. 2014 hatte Alex Marquez in der Moto3 triumphiert. «Ich lebe meinen Traum», sagt der 23-Jährige. «Das ist fantastisch.» Mit fünf Siegen innerhalb von sechs Rennen hatte Marquez Mitte Saison die Basis für seinen Titel gelegt. Auf die zuletzt schwächeren Resultate reagierte er in Malaysia beeindruckend.

So sehen Sieger aus: Alex Marquez (links) freut sich mit Bruder und MotoGP-Weltmeister Marc Marquez. (Quelle: Twitter)

Hätte Lüthi den Spanier in Malaysia am Ende noch überholt, wären er und Binder vor dem Rennen in Valencia jeweils 24 Punkte hinter Marquez gelegen. Nun nimmt der Schweizer den letzten GP in zwei Wochen als WM-Dritter in Angriff, vier Punkte hinter dem Südafrikaner Binder und 32 Zähler hinter Marquez. Nach seinem dritten Podestplatz in Serie hat Lüthi allerdings bereits 20 Punkte Vorsprung auf den Vierten Jorge Navarro.

Dritter Podestplatz in Serie

Der 33-Jährige dürfte damit am Ende auf dem WM-Podium stehen, was nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich interessant wäre, weil Lüthi eine lukrative Prämie erhalten würde. «Ich bin ein wenig traurig, kann ich im letzten Rennen nicht mehr um den Titel kämpfen», sagt Lüthi in Sepang. «Aber ich bin glücklich, fuhr ich zum dritten Mal nacheinander aufs Podest.» Er habe alles probiert, sei teilweise über dem Limit gefahren, mehr sei in Malaysia nicht möglich gewesen. Aber er sei insgesamt nicht unzufrieden, nach dem schwierigen letzten MotoGP-Jahr ohne Punkt nun wieder ganz vorne mitfahren zu können. Dann gratuliert Lüthi dem Weltmeister und sagt: «Alex Marquez hat einen tollen Job gemacht.»

WM-Punkt für Aegerter

Dominique Aegerter verbesserte sich derweil in Malaysia im Rennen von Platz 24 auf 15, kurz vor Schluss überholte er den Italiener Andrea Locatelli. Noch immer hat der Schweizer nach einer wenig überzeugenden Saison seinen Vertrag bei MV Agusta nicht verlängert. Es geht um finanzielle Dinge und vor allem darum, wie viel Geld Aegerter 2020 mitbringen muss. Sein Manager Oliver Imfeld ist weiter auf der Suche nach Sponsoren. Jesko Raffin wiederum war als 16. ins Rennen gestiegen - und beendete es auf Rang 20.

Erstellt: 03.11.2019, 08:53 Uhr

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