Lüthi schon wieder auf dem Podest

Dritter Platz beim GP von Australien – Tom Lüthi nähert sich kurz vor Saisonende WM-Leader Alex Marquez.

Greift er nun den WM-Titel an? Tom Lüthi ist in starker Form.

Greift er nun den WM-Titel an? Tom Lüthi ist in starker Form. Bild: Keystone

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Tom Lüthi präsentiert sich in starker Spätform: Nach dem zweiten Platz vor einer Woche in Japan fuhr der Emmentaler auch beim GP von Australien auf Phillip Island auf das Podest. Hinter dem Südafrikaner Brad Binder und dem Spanier Jorge Martin erreichte Lüthi Rang 3. Es war sein sechster Podestplatz in dieser Saison.

Weil WM-Leader Alex Marquez wie schon in den letzten Rennen längst nicht mehr so unwiderstehlich auftrat wie noch bei Saisonmitte und nur Achter wurde, machte Lüthi weiter Boden gut im Rennen um den Titel. 28 Punkte beträgt sein Rückstand noch, allerdings ist auch sein Vorsprung gegenüber Platz 3 geschmolzen – Binder liegt nur noch fünf Punkte hinter ihm. In den verbleibenden Rennen in Malaysia und Valencia sind insgesamt 50 Zähler zu vergeben.

Marquez früh überholt

Von Startplatz 10 ins Rennen auf Phillip Island gegangen, gelang Lüthi ein ordentlicher Start. Schon in der zweiten Runde preschte er an Marquez vorbei. Der Sprung auf das Podest gelang ihm, als er vor Rennhälfte Jorge Navarro überholte. In der Folge ging er nicht mehr das volle Risiko ein, zumal Binder und Martin deutlich schneller waren als der Schweizer. Im WM-Duell kann nun jeder Punkt wertvoll sein.

Trotzdem sagte Lüthi: «Ich war absolut am Maximum.» Seinem Team sei es gelungen, das Motorrad trotz schwierigen äusseren Bedinungen auf Phillip Island perfekt einzustellen. «Ich bin deshalb glücklich für das ganze Team. Dieses Resultat gibt uns ein gutes Gefühl für das nächste Rennen», sagte er.

Aegerter abgeschossen

Die beiden anderen Schweizer erlebten einen unterschiedlichen Arbeitstag. Jesko Raffin vermochte die gute Ausgangslage seines siebten Startplatzes nicht ganz zu nutzen, als 13. gewann er aber erstmals seit längerer Zeit immerhin (drei) WM-Punkte. Leer ging dagegen Dominique Aegerter aus: Der Oberaargauer, der tags zuvor im Qualifying mit einem spektakulären Manöver aufgefallen war, stürzte nach einem Zwischenfall mit Somkiat Chantra, fuhr am Ende des Klassements weiter, beendete das Rennen eine Runde vor Schluss dann doch.

Rossi im 400. WM-Rennen Achter

Valentino Rossi hat seiner langen Erfolgsstory eine weitere Bestmarke hinzugefügt. Der 40-Jährige ist seit Sonntag der erste Rennfahrer in der Geschichte der Motorrad-WM, der zum 400. Mal bei einem Grand Prix gestartet ist. Der Altstar belegte bei seinem Jubiläum mit knapp 16 Sekunden Rückstand auf WM-Champion Marc Marquez aus Spanien den achten Rang. Zwar führte der Italiener das Rennen in Australien in der Startphase an, doch das erhoffte Happy End blieb aus.

Auch wenn Top-Piloten, wie allen voran Marquez, ihm mittlerweile um einiges voraus sind, beeindrucken Rossis Karriere-Daten dennoch. Mit grossem Abstand auf den 400-Rennen-Piloten, der seit 1996 Profi ist, folgt dessen nicht mehr aktiver Landsmann Loris Capirossi mit 328 Starts. Neun WM-Titel hat Rossi erkämpft, 115 Rennsiege erzielt, mit 89 Erfolgen hält der MotoGP-Rennfahrer auch die Bestmarke in der Königsklasse. Zudem ist er 234 Mal auf dem Podium gestanden.

In der Moto3-Klasse gewann der Italiener Lorenzo Dalla Porta ein veritables Hitchcock-Finale: 77 Tausendstel lag er vor seinem Teamkollegen Marcos Ramirez, 88 vor Alberto Arenas. Selbst der Sechste, Darryn Binder, erreichte das Ziel mit weniger als einer Sekunde Rückstand auf den Sieger. Weil Rivale Aron Canet kurz vor Schluss ausfiel, krönte sich Dalla Porta im drittletzten Saisonrennen zum Weltmeister der kleinsten Klasse. (wie/dpa)

Erstellt: 27.10.2019, 05:41 Uhr

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