Noch ein Toter auf der WM-Baustelle

Ein Bauarbeiter stürzt aus grosser Höhe von einer provisorischen Tribüne. Er ist bereits das dritte Todesopfer im Fussballstadion von São Paulo.

Der Ort der Tragödie: In der Corinthians Arena starben schon drei Bauarbeiter.

Der Ort der Tragödie: In der Corinthians Arena starben schon drei Bauarbeiter. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf der Baustelle des WM-Stadions im brasilianischen São Paulo verunglückt erneut ein Arbeiter tödlich. Der Mann sei am Samstag bei der Montage provisorischer Tribünen aus grosser Höhe abgestürzt, berichtete die Zeitung «Folha de São Paulo» unter Berufung auf die Feuerwehr. Kurz darauf erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Bereits Ende November waren in der Corinthians Arena zwei Arbeiter ums Leben gekommen.

Der Fussball-Weltverband Fifa und das WM-Organisationskomitee reagierten mit Bedauern auf den Todesfall. «Mit grosser Traurigkeit senden wir der Familie und den Kollegen unser aufrichtiges Beileid», teilte die Fifa auf ihrer Website mit. «Für die Fifa, das OK und die brasilianischen Behörden steht Sicherheit an erster Stelle. Wir warten auf den offiziellen Bericht der Behörden.»

Der Verunglückte arbeitete für das Subunternehmen WDS, das im Auftrag der Firma Fast Engenharia die Tribünen installiert. Zum Zeitpunkt des Unfalls habe der Arbeiter seine vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung getragen, teilte Fast Engenharia mit. Trotz des Todesfalls wurden die Arbeiten am Stadion am Samstag fortgesetzt.

Ende November war auf der Baustelle der Corinthians Arena ein Kran umgestürzt, was zwei Menschenleben kostete. Mit der Begegnung zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien wird am 12. Juni in São Paulo die Fussball-WM eröffnet. Zuletzt hatte Brasilien mit zahlreichen Bauverzögerungen zu kämpfen. Gewerkschaften kritisierten die hohe Arbeitsbelastung auf den Stadionbaustellen und warnten vor laxen Sicherheitsvorkehrungen. (si)

Erstellt: 30.03.2014, 10:23 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

History Reloaded 30 Jahre Winter nach dem Prager Frühling

Michèle & Friends Wenn Spiegel überflüssig werden

Die Welt in Bildern

Kunstsprung: Ein Dompteur springt auf der Krim ins Wasser, während zwei Elefanten eines lokalen Zirkusses ein Bad im Meer nehmen. (20.August 2018)
(Bild: Pavel Rebrov) Mehr...