Villeneuve lästert über Sauber

Der frühere Weltmeister Jacques Villeneuve gibt über seine Zeit beim Schweizer Sauber-Rennstall ein vernichtendes Urteil ab. In der Formel 1 habe er sich nur bei Williams wohlgefühlt.

«Eine schmerzhafte Zeit»: Jacques Villeneuve fuhr eineinhalb Jahre für Sauber.

«Eine schmerzhafte Zeit»: Jacques Villeneuve fuhr eineinhalb Jahre für Sauber. Bild: Keystone

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Villeneuve, der 1997 nach einem epischen Duell mit Michael Schumacher für Williams den WM-Titel holte, machte in einem Interview mit dem Fachportal Pitlane-Vision.com seinem Unmut über das Engagement bei Sauber Luft. «Es war eine schmerzhafte Zeit», sagte der Kanadier. «Dort hiess es: ‹Sei still und konzentriere dich aufs Fahren. Wir wollen nicht, dass du Einfluss auf das Auto nimmst.›» Mit dieser Aufgabe habe er nicht umgehen können, so der Sohn der 1982 tödlich verunglückten Ferrari-Legende Gilles Villeneuve. «Entsprechend ist es zu Komplikationen gekommen.»

Mit «Komplikationen» meint Villeneuve unter anderem seine Entlassung mitten in der Saison 2006. Sauber setzte ihn nach einem Zusammenstoss mit seinem deutschen Teamkollegen Nick Heidfeld auf Betreiben des damaligen Partners BMW an die frische Luft. Die Nachfolge des eigenwilligen Ex-Weltmeisters trat der Pole Robert Kubica an. Kubica fuhr gleich in seinem dritten Rennen aufs Podest und bescherte dem Hinwiler Rennstall 2008 beim Grand Prix von Kanada den bislang einzigen Sieg in der Königsklasse. (ak)

Erstellt: 17.02.2011, 11:59 Uhr

Villeneuve im Interview

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