Weshalb Hamilton und Vettel mit rosa Reifen fahren

Pinke Streifen und Logos: Die Formel 1 setzt am kommenden Wochenende in Texas ein Zeichen – der Sport gerät dabei in den Hintergrund.

Mit diesen rosa Streifen fahren die Formel-1-Piloten am kommenden Wochenende in Texas. Bild: @pirellisport

Mit diesen rosa Streifen fahren die Formel-1-Piloten am kommenden Wochenende in Texas. Bild: @pirellisport

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Seit Mitte der 1980er-Jahre ist der Oktober in den USA der «National Breast Cancer Awareness Month». Er dient also zur Aufklärung im Kampf gegen Brustkrebs. Pinke Schleifen und Bänder sind seither ein Symbol. Traditionell beteiligen sich auch grosse US-Sportligen wie NBA, NHL oder NFL an dieser Aktion – ob mit rosafarbenen Handschuhen, Helmen mit pinken Spuren oder gar Mundschützen. Jetzt steigt auch die Formel 1 ein.

Das Rennwochenende in Austin (Texas) steht im Zeichen der Brustkrebsprävention und -bekämpfung, weshalb sich die Motorsport-Königsklasse verstärkt in Pink präsentieren wird. Pirelli wird seine Ultrasoftreifen mit rosa Streifen und Logo versehen und auch auf der Strecke wird die Farbe omnipräsent sein. Der Reifenhersteller schreibt in einer Mitteilung: «Es ist ein Symbol der Solidarität und des Engagements sowie eine eindringliche Erinnerung an die Wichtigkeit dieser Sache.»

Um der Bedeutung des Anlasses Nachdruck zu verleihen, haben Formel-1-Eigentümer von Liberty Media ein gigantisches Rahmenprogramm organisiert. Der legendäre Box-Ringsprecher Michael Buffer wird den Zuschauern die Fahrer präsentieren, Sprint-Legende Usain Bolt die Fahrer vor dem Rennen auf die Einführungsrunde schicken und Justin Timberlake ein Konzert auf der Rennstrecke geben.

Für den Gig des Superstars wird das Qualifying erstmals um 16 Uhr statt wie bisher um 14 Uhr stattfinden. Die Pause zwischen dem dritten Training und der Qualifikation von üblicherweise zwei Stunden wird somit verdoppelt. Es ist ein weiterer Fingerzeig der Organisatoren, dass vermehrt auf Show und Vermarktung gesetzt wird – der Sport gerät immer mehr in den Hintergrund.

Es könnte Hamiltons grosse Party werden

Dazu startete Liberty Media einen Spendenaufruf zur Aktion und legte Teams, Fahrer und TV-Anstalten nahe, sich an der Aktion zu beteiligen. «Mit über einer halben Milliarde Fans weltweit sind wir eine der meist gesehenen Sportarten und können dadurch helfen, das Bewusstsein für diese wichtige Sache zu steigern», erklärt Liberty-Marketingchef Sean Bratches.

Auf dem Fest seine eigene Party feiern könnte Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot führt die Gesamtwertung mit 59 Punkten Vorsprung auf Sebastian Vettel an. Der Brite könnte bereits in Austin zum vierten Mal Weltmeister werden, sofern er das Rennen gewinnt und Vettel maximal auf dem sechsten Platz landet. Und die Zahlen sprechen für Hamilton: Vier von total fünf Rennen, die auf dem Circuit of The Americas ausgetragen wurden, gewann der 32-Jährige. Einzig 2013 lautete der Sieger Sebastian Vettel.


Video: Hundenasen gegen Brustkrebs

Hunde sollen künftig Brustkrebs erschnüffeln können. (Video: Tamedia) (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.10.2017, 14:31 Uhr

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