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Für Aegerter ist die Saison wohl zu Ende

Dominique Aegerter blieb beim Moto2-Rennen in Spanien nach einem schweren Sturz liegen. Bester Schweizer wurde Tom Lüthi.

Pech für Aegerter: Bei diesem Sturz verletzte er sich schwerer als zunächst angenommen. (Video Youtube / MotoGP Experience)

Dominique Aegerter wurde in der dritten Runde des GP von Spanien vom Belgier Xavier Simeon von hinten abgeschossen und blieb nach dem Sturz regungslos neben der Strecke liegen. Die Rennleitung beschloss, das Rennen mit der Roten Flagge abzubrechen und später nach dem Neustart auf 14 Runden zu verkürzen.

Aegerter wurde sofort ins Streckenspital gebracht. Der Kalex-Fahrer war wieder bei Bewusstsein und wurde gründlich untersucht. Drei Stunden nach dem Sturz war klar, dass sich der Rohrbacher, der am nächsten Mittwoch 25-jährig wird, schwerer verletzt hat als nach ersten Angaben gehofft werden konnte. Er brach sich eine Hand und drei Seitenwirbel, dazu ist eine Rippe angerissen.

Fünf bis sechs Wochen keinen Sport

Der Pechvogel muss bis morgen im Spital in Alacaniz bleiben und darf sicher fünf bis sechs Wochen keinen Sport betreiben. Schon beim letzten Rennen in Misano wurde der Schweizer Opfer eines unverschuldeten Unfalls, als er in Führung liegend von Alex Rins abgeschossen wurde.

Auf die Reise nach Asien mit den Rennen im Japan, Malaysia und Australien muss Aegerter sicher verzichten und für das WM-Finale am 8. November in Valencia dürfte die Zeit ebenfalls zu knapp sein.

Lüthi auf Rang fünf

Als bester Schweizer klassierte sich beim GP von Aragonien der 29-jährige Tom Lüthi. Der 125er-Weltmeister von 2005 belegte mit 16,723 Sekunden Rückstand den fünften Rang. Die Ränge der übrigen Schweizer: 17 für Randy Krummenacher, dem acht Sekunden für die Punkteränge fehlten, 19 für Robin Mulhauser und 20 für Jesko Raffin. Lüthi fiel in der Gesamtwertung mit 142 Punkten auf Rang 5 zurück und musste sich vom Briten Sam Lowes, der Dritter wurde, überholen lassen (144 Punkte).

Gewonnen wurde der 14-Runden-Sprint von Weltmeister Tito Rabat mit 0,096 Sekunden Vorsprung auf seinem spanischen Landsmann Alex Rins. Die WM-Entscheidung ist damit noch nicht gefallen, weil WM-Leader Johann Zarco nur auf Rang 6 fuhr. Der Franzose hat vier Rennen vor Saisonende 78 Punkte Vorsprung auf Rabat. Die einfachste Variante, um beim nächsten Rennen am 11. Oktober in Japan den Moto2-Titel vorzeitig zu erobern, ist die, einfach vor Rabat ins Ziel zu kommen.

MotoGP: Entscheidung offen

Völlig offen ist die Titelentscheidung in der MotoGP: Der Spanier Jorge Lorenzo konnte den Rückstand auf seinen Yamaha-Teamkollegen Valentino Rossi mit seinem 60. GP-Triumph um neun Zähler verkürzen. Der neunfache Weltmeister auf Italien verpasste nach einem spektakulären Fight gegen Honda-Fahrer Dani Pedrosa Rang 2 ganz knapp und liegt in der WM 14 Zähler voraus (263:249). Der einzige, der dem überlegenen Lorenzo Sieg den Sieg hätte streitig machen können, war Marc Marquez. Doch der Pole-Mann und Weltmeister der vergangenen zwei Jahre schied durch Sturz zum fünften Mal in dieser Saison aus und kann sich die Titelverteidigung endgültig abschminken.

Auch im Moto3-Rennen gab es viele Stürze. In der letzten Runde vergaben mit Pole-Mann Enea Bastianini, Brad Binder und WM-Leader Danny Kent gleich drei Fahrer mit Stürzen ihre Chancen auf den Sieg. Diesen sicherte sich zum dritten Mal in seiner Karriere der Portugiese Miguel Oliveira vor dem Spanier Jorge Navarro, der erstmals auf Podest gefahren ist.

si/dia

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