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Alle rätseln über Ferraris Onboard-Kamera

Im Kampf um den Weltmeistertitel lässt Ferrari nichts unversucht. Ist der neuste Coup nur ein Ablenkungsmanöver?

Auf dem Weg zum WM-Titel: Was nützt Sebastian Vettel die Kühlung der Onboard-Kamera?
Auf dem Weg zum WM-Titel: Was nützt Sebastian Vettel die Kühlung der Onboard-Kamera?
EPA/Zoltan Balogh, Keystone

Hat Ferrari etwa einen neuen Trick zur Steigerung der Motorenleistung beim Start entdeckt? Zumindest staunten die restlichen Rennställe der Formel 1 nicht schlecht, als sie entdeckten, dass die Italiener als einziges Team während der Trainings und des Qualifyings ihre Onboard-Kamera mit einem gelben Sack voll Trockeneis kühlen.

In einer offiziellen Erklärung der Scuderia heisst es, das Team würde die Elektronik der Kamera kühlen, um eine optimale Funktionsweise des Geräts sicherzustellen. So weit, so gut – allerdings ist kein einziger Fall bekannt, in dem die Kamera während eines Rennens überhitzt hätte.

Die Konkurrenz vermutet hinter dem neuen Ferrari-Trick eine Möglichkeit zur Leistungssteigerung. So könnten damit die Temperaturen in der Airbox verringert werden, was mehr Leistung beim Start brächte. Andere wiederum sehen in der Kühlbox ein Ablenkungsmanöver. Nun rätselt der ganze Formel-1-Zirkus darüber – Ferrari kann somit möglicherweise von anderen leistungserhöhenden Teilen ablenken.

Man sieht nur schwarz

Denn ist der Kühlbeutel angebracht, verdeckt er die Kamera, zu sehen ist rein gar nichts. Also weiss niemand, was Ferrari zu diesem Zeitpunkt genau im Cockpit veranstaltet. Die guten Starts in den vergangenen Rennen könnten darauf schliessen lassen, dass da was geht und niemand wissen darf, was genau – und es scheint zu funktionieren.

Der Kampf um den WM-Titel ist entbrannt, der italienische Rennstall – wie alle anderen auch – lässt nichts unversucht. Vor dem Grand Prix von Spa (am Sonntag ab 15.10 Uhr live im Ticker) steht der WM-Zweite Sebastian Vettel gehörig unter Druck. Der Deutsche liegt in der WM-Wertung nach den jüngsten Enttäuschungen 24 Zähler hinter Titelverteidiger Lewis Hamilton. In Belgien ist er zum Siegen verdammt.

Der Artikel wurde übernommen von Heute.at und bearbeitet von «20 Minuten».

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