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«Alonso hat mir noch nicht gratuliert»

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel liess sich in seiner Heimatstadt Heppenheim feiern. Sein Wohnort im Thurgau hat das Nachsehen.

Stolze Heppenheimer warten gespannt auf «ihren» Formel-1-Weltmeister.
Stolze Heppenheimer warten gespannt auf «ihren» Formel-1-Weltmeister.
Keystone
Sebastian Vettel kam standesgemäss im Helikopter.
Sebastian Vettel kam standesgemäss im Helikopter.
Keystone
Erhard Herbert, Bürgermeister von Heppenheim, präsentiert den inoffiziellen neuen Namen der Stadt «Vettelheim».
Erhard Herbert, Bürgermeister von Heppenheim, präsentiert den inoffiziellen neuen Namen der Stadt «Vettelheim».
Keystone
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Zwischen 5000 und 10'000 Formel-1-Fans haben am Sonntag im südhessischen Heppenheim den neuen Weltmeister Sebastian Vettel beim Besuch seiner Heimatstadt gefeiert. Bereits am Vormittag hatte die Polizei für den Autoverkehr alle Zufahrten in die 25’000-Einwohner-Stadt gesperrt. Die anreisenden Rennsportfreunde mussten ihre Fahrzeuge am Ortsrand abstellen. Allerdings blieb die Besucherzahl eine Woche nach dem WM-Sieg Vettels laut Polizeiangaben doch deutlich hinter den ursprünglich von Stadt und Landkreis erwarteten 20’000 bis 30'000 Anhängern zurück.

Mit «Sebastian-Sebastian»-Sprechchören hatte sich die wartende Menge stundenlang warmgemacht an diesem kalten Sonntagnachmittag an der Bergstrasse genau eine Woche nach dem überraschenden WM-Sieg des 23-Jährigen. Die Ersten haben sich schon um 7.00 Uhr auf dem Europaplatz im Heppenheimer Industriegebiet postiert. Die Zufahrten für den Autoverkehr in die 25’000 Einwohner zählende Kleinstadt am Fuss des Odenwalds sperrt die Polizei am Vormittag, anreisende Fans müssen ihre Fahrzeuge am Stadtrand stehen lassen. Um 14.20 Uhr dann klettert Vettel auf das Dach eines Oldtimerbusses und begrüsst die jubelnde Menge.

Vettel will keinen offiziellen Empfang

«Im Moment bin ich e bissel baff», entfährt es dem 23-Jährigen. «Mit so viel Leit hätt isch net gerechent.» Sein waschechter Bergsträsser Dialekt wird begeistert aufgenommen. Viele Heppenheimer halten Schilder in die Höhe, die ihr Städtchen als «Vettelheim» ausweisen. «Ich reise ja viel durch die Welt», sagt der Weltmeister, «und manchmal gibt es auch Applaus. Aber hier ist das viel schöner.» Vettels spanischer Konkurrent Fernando Alonso verpasste den WM-Titel letztlich um vier Punkte. «Gratuliert hat mir Fernando noch nicht», erzählte Vettel weiter.

Dagegen wird Vettel nicht Weihnachten in seiner Wahlheimat Kemmental im Kanton Thurgau erwartet. Gemeindeammann Walter Marty erklärte deshalb auch, dass man auf eine Feier verzichten werde. «Vettel hat uns gebeten, auf einen offiziellen Empfang zu verzichten», so Marty. Man sei aber nicht enttäuscht, sondern könnte den Weltmeister auch verstehen. «Wir möchten ihm die Ruhe gönnen, die er bei uns im Kemmental findet», sagte Marty in der «Thurgauer Zeitung».

dpad/son

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