«Der Vergleich mit meinem Vater ehrt mich»

Mick Schumacher debütiert diese Saison in der Formel 2. Schon bald könnten erste Testfahrten in der Königsklasse folgen – bei Alfa Romeo.

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Der Start der Formel-1-Saison ist Geschichte, der Auftakt von Melbourne vorbei. Die kleine Schwester aber, die Formel 2, wartet noch auf den Saisonstart. Er findet am nächsten Wochenende statt, am 31. März starten die Wagen in Bahrain zum ersten Rennen der Saison.

Mit dabei sind einige interessante Persönlichkeiten. Da ist die Kolumbianerin Tatiana Calderón, die einzige Frau im Feld, neben 19 Fahrern. Da sind zwei Schweizer, Louis Delétraz aus Genf und Ralph Boschung aus Monthey. Oder da ist Giuliano Alesi, Sohn des ehemaligen Sauber-Piloten Jean Alesi.

Einer aber wird mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als alle anderen. Wie Giuliano Alesi hat er das in erster Linie seinem prominenten Vater zu verdanken. Denn bei diesem handelt es sich um Michael Schumacher, den siebenfachen Formel-1-Weltmeister. Sein Sohn Mick wird am Freitag 20 und kommt knapp zehn Tage später zu seinem Debüt in der Formel 2.

Prominente Vorgänger

Der Deutsche geht für das Team Prema Theodore Racing an den Start und tritt in grosse Fussstapfen. Charles Leclerc, der heutige Ferrari-Pilot, der vergangene Saison noch für Sauber fuhr, gewann mit Prema 2017 die Formel-2-Wertung. Und Pierre Gasly, er fährt heuer seine erste Saison bei Red Bull, tat dasselbe ein Jahr davor in der GP-2-Serie.

Wie Leclerc vor ihm gehört Mick Schumacher zur Junioren-Akademie von Ferrari. «Ich wurde willkommen geheissen in einer Familie, die wiederum immer Teil meiner Familie war», berichtet Schumacher junior in einem Interview, das der Rennstall auf den sozialen Kanälen veröffentlichte. Er freue sich auf die Formel 2, sagt der derzeitige Meister der europäischen Formel 3. Der Bolide sehe schneller und aggressiver aus, «er ist näher am Formel-1-Auto».

Und dieses Auto der Königsklasse ist in Reichweite. Als Mitglied der Ferrari-Akademie wird Schumacher, der zu seinen Gokart-Zeiten unter dem Namen Betsch (dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna) startete, wohl schon im April zu ersten Testfahrten in einem Formel-1-Boliden kommen. In den Motorsportforen war immer wieder der Name Alfa Romeo zu lesen, beim ehemaligen Sauber-Team soll Schumacher im April seine ersten Runden absolvieren.

Der beste Fahrer der Formel-1-Geschichte

Ende Februar bestätigte Alfa-Romeo-Teamchef Frédéric Vasseur dann, dass Schumacher auf einer Shortlist stehe. «Weil er einer der Fahrer ist, die die Kriterien für einen Test erfüllen», sagte der Franzose zu Formula1.com. Alfa Romeo aber habe noch nicht entschieden, einige Namen seien auf der Liste, fügte Vasseur an.

Nun, ob Mick Schumacher schon im April oder erst später für die Hinwiler oder ein anderes Team testet, die Aufmerksamkeit der Motorsportwelt ist ihm gewiss. Und auch die Vergleiche mit seinem Vater. Das sei für ihn kein Problem, so der Jungspund im Interview mit Prema. Er sagt sogar: «Verglichen zu werden mit dem besten Fahrer der Formel-1-Geschichte, ist ein Ziel, das ich erreichen will. Der Vergleich mit meinem Vater ehrt mich.» (mro)

Erstellt: 21.03.2019, 16:07 Uhr

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