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Die Reaktionen auf das skandalträchtige WM-Finale

Der spanische MotoGP-Pilot Marc Marquez wehrt sich nach den Pfiffen bei der Siegerehrung gegen den Vorwurf der Unsportlichkeit.

Die Frage der Fragen: Hat Marquez (l.) wirklich versucht, Lorenzo (M.) zu bedrängen?
Die Frage der Fragen: Hat Marquez (l.) wirklich versucht, Lorenzo (M.) zu bedrängen?
Keystone

Die Fans waren sich nach dem letzten Saisonrennen der MotoGP-Klasse sicher: Marc Marquez wollte den siegreichen Weltmeister Jorge Lorenzo gar nicht angreifen, weil er so vielleicht seinem Erzrivalen Valentino Rossi zum Titel verholfen hätte. Marquez, der sich gellende Pfiffe gefallen lassen musste, will den Vorwurf aber nicht gelten lassen.

Er habe gegen Rennende alles gegeben und geplant, Lorenzo in der letzten Kurve zu attackieren, so der Spanier: «Es ist eine Beleidigung zu sagen, ich hätte hier auf der Strecke den Bodyguard gespielt, ich gebe immer 100 Prozent.» Ansonsten wäre er nicht so dicht, sondern fünf Sekunden hinter Lorenzo gefahren.

Hätten Marquez und sein Honda-Markenkollege Dani Pedrosa den Führenden noch überholt, wäre der Titel an Rossi gegangen, der sich vom 25. Startplatz noch auf Rang 4 verbesserte.

Lorenzo, für den es an der Siegerehrung vereinzelte Pfiffe gab, sagte, er habe diesen Titel trotz aller Diskussionen um die Rolle von Marquez verdient. «Ich habe mehr Siege, mehr Poles und mehr Punkte als Rossi geholt», so der nun dreifache MotoGP-Weltmeister.

Der Deutsche Stefan Bradl findet zwar auch, dass Lorenzo ein verdienter Champion sei, konstatiert aber: «Es ist natürlich schade, dass es jetzt so ausgegangen ist, dass der Weltmeister auch politisch entschieden worden ist, aber so ist es nun einmal.»

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