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Ein Grand Prix im Schatten des Todes

Sebastian Vettel feierte seinen elften Saisonsieg in Indien weit weniger ausgelassen als gewöhnlich. Wie der zweitplatzierte Jenson Button, war er in Gedanken bei den beiden jüngsten Todesopfern des Motorsports.

«Wir beten jedes Mal, dass nichts passiert» – Sebastian Vettel mit nachdenklicher Miene bei der Siegerehrung.
«Wir beten jedes Mal, dass nichts passiert» – Sebastian Vettel mit nachdenklicher Miene bei der Siegerehrung.
Keystone
Eine Plakette am Helm von Jenson Button erinnert an den tödlich verunfallten IndyCar-Piloten Dan Wheldon.
Eine Plakette am Helm von Jenson Button erinnert an den tödlich verunfallten IndyCar-Piloten Dan Wheldon.
Keystone
Aus dem Fotoalbum: Rubens Barrichello (M.) im November 2005 bei einem Kartrennen, an dem auch Dan Wheldon (l.) teilnahm.
Aus dem Fotoalbum: Rubens Barrichello (M.) im November 2005 bei einem Kartrennen, an dem auch Dan Wheldon (l.) teilnahm.
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Auch wenn es in der Formel 1 seit dem schwarzen Wochenende von Imola vor 17 Jahren keinen tödlichen Unfall mehr gegeben hat, war den Stars der Königsklasse in Indien anzumerken, dass das erste Rennen nach den Todesfällen des IndyCar-Fahrers Dan Wheldon und des Motorradpiloten Marco Simoncelli für sie kein leichtes war. Vor dem Start hielten die Piloten eine Schweigeminute ab, und auch an der Pressekonferenz der drei Erstklassierten war die Stimmung alles andere als euphorisch.

Vor allem Jenson Button, der Wheldon gut gekannt hatte, wirkte mitgenommen und musste sich sogar Tränen aus den Augen wischen. «Wir hatten zwei Todesfälle, das ist sehr schwierig. Ich kannte Dan seit meinen Kindertagen, ihn zu schlagen, war immer das Ziel. Wir sollten das erste Rennen in Indien daher Dan widmen und Marco, dem eindrücklichsten Motorradrennfahrer, den ich je gesehen habe», erklärte der WM-Zweite aus dem McLaren-Rennstall.

«Es ist der erste Grand Prix in Indien und ich bin sehr stolz darauf, der erste Sieger zu sein. Auch das Team darf stolz sein. Andererseits haben wir in den vergangenen Wochen gleich zwei Fahrerkollegen verloren», gab Vettel zu Protokoll. «Ich kannte Dan Wheldon nicht, er war jedoch ein grosser Name im Motorsport. Marco Simoncelli habe ich in diesem Jahr kennengelernt. Wir denken, alle denken an die beiden.» Als Rennfahrer sei man bereit, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen, sagte Vettel weiter. «Wir beten aber jedes Mal, dass nichts passiert. Wie ich schon sagte: Wir haben gemischte Gefühle und in diesem Augenblick gedenken wir dieser Jungs.»

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