Ericssons Sauber brennt in Le Castellet

Der Schwede sorgt beim ersten Training zum GP von Frankreich für Aufregung – auch, weil er sitzen bleibt, obwohl sein Auto brennt.

Missgeschick: Der Sauber-Bolide von Marcus Ericsson sorgt für Aufregung. (21. Juni 2018)

Missgeschick: Der Sauber-Bolide von Marcus Ericsson sorgt für Aufregung. (21. Juni 2018) Bild: www.twitter.com

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Ein erstes Training in der Formel 1? Langsames Herantasten, sich allmählich den Grenzen nähern, schauen, wo wie viel riskiert werden kann. So war das auch für heute Mittag in Le Castellet gedacht, erst recht hier, unweit des Mittelmeers. Denn den Circuit Paul Ricard, auf dem die Königsklasse an diesem Wochenende ihre Runden dreht, kennt keiner der aktuellen Piloten – zumindest nicht in der Form, wie er nun befahren wird.

28 Jahre ist es her, seit die Königsklasse letztmals in der Provence Côte-d’Azur gastierte, der Sieger hiess damals Alain Prost, Dritter wurde Ayrton Senna. Nun also kommt es zum Wiedersehen, 10 Jahre nach dem letzten Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours.

Grosse Hektik wegen Sauber

Langsames Herantasten also? Sich allmählich den Grenzen nähern? Von wegen! Marcus Ericsson, der Fahrer des Sauber-Teams, der von seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc in den letzten Rennen regelmässig überflügelt wurde, sorgte schon bei der ersten Ausfahrt auf dem neuen Asphalt für grosse Hektik. Kurz vor dem Ende des ersten freien Trainings drehte sich der 27-Jährige in einer scharfen Rechtskurve nach der Hochgeschwindigkeitsgeraden, krachte in die Reifenstapel – und: blieb erst einmal sitzen, obwohl grosse Flammen aus dem Heck des Sauber C37 loderten. Erst, als er von seinem Team aufgefordert wurde, den Wagen schnellst möglich zu verlassen, tat das der Schwede.

Die Streckenposten mit den Feuerlöschern waren schnell zur Stelle, die rechte Hinterseite des Boliden ist dennoch praktisch komplett abgebrannt. «Ich habe das Feuer nicht gesehen, weil die Rückspiegel abgefallen waren», erklärte Ericsson, der beim Unfall unverletzt blieb, seinen Mechanikern aber eine Menge Arbeit bescherte. Diese schafften es nicht, das Auto rechtzeitig bis zum zweiten Training zu reparieren.

Le Castellet. Grand Prix von Frankreich. Freies Training. Erster Teil:
1. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 1:32,231. 2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,140 zurück. 3. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 0,296. 4. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 0,772. 5. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 0,941. 6. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 1,087. 7. Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 1,100. 8. Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Honda, 1,454. 9. Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes, 1,488. 10. Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari, 1,877. Ferner: 13. Charles Leclerc (MON), Alfa Romeo Sauber-Ferrari, 2,282. 14. Marcus Ericsson (SWE), Alfa Romeo Sauber-Ferrari, 2,361. - 20 Fahrer im Training.

Zweiter Teil:
1. Hamilton 1:32,539. 2. Ricciardo 0,704. 3. Verstappen 0,732. 4. Räikkönen 0,887. 5. Vettel 1,150. 6. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 1,160. 7. Bottas 1,617. 8. Magnussen 1,918. 9. Gasly 1,996. 10. Nico Hülkenberg (GER), Renault, 2,528. Ferner: 14. Leclerc 3,044. - Nicht gestartet: Ericsson (Reparaturarbeiten am Auto nach Unfall/Brand im ersten Training). - 19 Fahrer im Training.

Erstellt: 22.06.2018, 14:35 Uhr

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