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«Irgendwann zerstören wir den Mythos Formel 1»

Niki Lauda, dreifacher Weltmeister und Aufsichtsratvorsitzender von Mercedes.

Am Dienstag jährt sich Ihr Unfall am Nürburgring zum 41. Mal …

Sie begehen diesen Tag also nicht speziell?

Ist der Unfall noch Teil Ihres Lebens?

Belastet Sie das?

Sie erlitten starke Verbrennungen, fielen ins Koma, erhielten die Letzte Ölung, waren dem Tod näher als dem Leben. Wie war dieser Zustand?

Und Sie wären dem Leben entflogen.

Gibt es Momente, in denen dieses Gefühl zurückkommt?

Wie hat Sie das Erlebnis geprägt?

Hatte der Unfall noch andere positive Auswirkungen?

Sie sind nur 42 Tage danach ein Rennen gefahren. Weshalb?

Sie haben dadurch Helden­status erlangt. Hat Ihnen das ­geholfen für Ihre Karriere?

Haben Sie gewisse Entscheidungen in Ihrem Leben anders getroffen, als Sie es ohne diesen Unfall getan hätten?

Waren Sie sich als Rennfahrer des Risikos immer bewusst?

War das ein Teil der Faszination?

War es für die Fans ein Reiz, dass die Gefahr spür- und sehbar war?

Das ist der Sicherheitsbügel, der ab 2018 vor dem Cockpit befestigt wird, um den Kopf des Fahrers zusätzlich zu schützen. Das müsste Ihnen mit Ihrer ­Geschichte doch gefallen.

Geht der Mythos verloren?

Sind Entwicklungen im Sicherheitsbereich nicht in jedem Fall wünschenswert?

Was wäre, wenn sich ein Fahrer am Kopf verletzen würde und das mit dem Halo hätte ­verhindert werden können?

Kann das Sicherheitsdenken zum Problem für die Fahrer ­werden, weil das Fahren an sich unspektakulärer aussieht?

Fehlen richtige Typen?

Wünschten Sie sich eine ­weniger gekünstelte Welt?

Gibt es in der heutigen Formel 1 Figuren, die Sie faszinieren?

Wie wichtig ist für die Formel 1 das Duell zwischen Mercedes und Ferrari?

Sie arbeiten für Mercedes, haben aber mit Ferrari zwei WM-Titel gewonnen. Welche Emotionen haben Sie?

Die Formel 1 mag spannend sein. Diese Woche haben aber Porsche und auch Mercedes angekündigt, dass sie 2019 in die Elektroserie Formel E einsteigen. Auch Audi und BMW stossen dazu. Ist das die Serie der Zukunft?

Kann sie mehr werden als das?

Und dann ist es für die Formel E soweit?

Blutet da Ihr Motorsport-Herz?

Und das fehlende Geräusch?

Künstlicher Sound für den Motorsport: Das ist doch unvorstellbar.

Mit Ihrer Frau Birgit Wetzinger haben Sie vor acht Jahren Zwillinge bekommen. Jüngst waren diese erstmals an einem Formel-1-Rennen. Wieso haben Sie solange gewartet?

Sind sie Fan eines Piloten?

Sie hatten schon drei Kinder und sind mit 60 nochmals doppelt Vater geworden. Wie leben Sie mit dieser Heraus­forderung als nun 68-Jähriger?

Aber Sie mussten zuschauen.