Leclercs Dreher und die Schneekette

Charles Leclerc verursacht bei den Testfahrten in Montmélo im Alfa Romeo Sauber einen Unterbruch. Auch sonst kämpfen die Formel-1-Teams mit dem Wetter.

Die Tücken der Königsklasse: Charles Leclerc sorgt nach einem Intermezzo für einen Unterbruch der Testphase. (27. Februar 2018)

Die Tücken der Königsklasse: Charles Leclerc sorgt nach einem Intermezzo für einen Unterbruch der Testphase. (27. Februar 2018) Bild: Mark Thompson/Getty

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Am zweiten Tag der Formel-1-Tests bei Barcelona erzielte Sebastian Vettel im Ferrari mit 1:19,673 die Bestzeit. Hinter dem Deutschen klassierten sich mit Valtteri Bottas (Mercedes), Stoffel Vandoorne (McLaren-Renault) und Max Verstappen (Red Bull-Renault) nur noch drei Fahrer mit weniger als einer Sekunde Rückstand.

Der Monegasse Charles Leclerc drehte im Alfa Romeo Sauber 81 Runden und hatte kurz nach Mittag mit einem Dreher in Kurve 4 für die erste von zwei Trainings-Unterbrechungen gesorgt. Mit Rang 10 unter elf Teilnehmern und 3,048 Sekunden Rückstand auf Vettel verlor der Formel-1-Neuling 0,329 Sekunden weniger als Teamkollege Marcus Ericsson am Vortag auf die Bestzeit von Daniel Ricciardo.

Kubicas Comeback – Schneeketten montiert

Der Pole Robert Kubica, der 2008 in Montreal den einzigen Sieg für das Sauber-Team herausgefahren hatte und 2011 bei einem Rallye-Unfall schwer an der Hand verletzt worden war, durfte als Williams-Ersatzfahrer am Nachmittag das Steuer von Sergej Sirotkin übernehmen und war über drei Zehntel schneller als der Russe am Vormittag.

Wegen der erneut unfreundlichen Temperaturen (knapp über dem Gefrierpunkt, über Nacht hatte es sogar leicht geschneit) bringen diese Testfahrten den Teams wenig, weil es in der am 25. März in Melbourne beginnenden Saison das ganz Jahr nie so kalt sein wird und darum die in Katalonien gesammelten Daten kaum verwertbar sein werden. Das Team Force India verlor bei den garstigen Bedingungen in Katalonien den Humor nicht: Es montierte spasseshalber mal Schneeketten.

Formel 1 goes Internet

Die neue Formel-1-Führung gab am Rande der Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona bekannt, dass es im Laufe dieser Saison vermehrt Bewegtbilder der GP-Rennen im Internet geben wird. Das Streaming-Angebot bei F1 TV soll monatlich rund zehn Euro kosten.

Im Angebot stehen neben Trainings, der Qualifikation und dem Rennen auch Pressekonferenzen, Vorschauberichte und Interviews sowie Onboard-Aufnahmen aus allen zwanzig Formel-1-Cockpits. Der Livestream ohne Werbeunterbrechungen wird in vier Sprachen (Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch) und in rund einem Dutzend Länder angeboten werden.

(fal/sda)

Erstellt: 27.02.2018, 19:17 Uhr

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