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Lüthi fährt erneut aufs Podest

Tom Lüthi bestätigte seinen dritten Platz vor einer Woche: In Silverstone wird der Suter-Pilot Dritter. Mit Rang 5 verpasste Dominique Aegerter das Podest nur um gut eine Sekunde.

Rasant unterwegs: Tom Lüthi schafft erneut den Sprung aufs Podest.
Rasant unterwegs: Tom Lüthi schafft erneut den Sprung aufs Podest.
Keystone

Schon nach drei Runden hatte sich eine Viererspitzengruppe gebildet mit WM-Leader Scott Redding, Pole-Setter Takaaki Nakagami sowie den Schweizern Tom Lüthi und Dominique Aegerter, die von den Plätzen 5 und 8 gestartet waren. Nach acht und 18 Runden konnte Suter-Pilot Aegerter den Anschluss nicht mehr ganz halten. Der 22-jährige Oberaargauer musste noch Esteve Rabat vorbeilassen, rettete aber mit Rang 5 seinen 5. WM-Platz und verlor auch nur 2,226 Sekunden.

Der Brite Redding musste bei seinem Heimspiel nur einmal kurz Nakagami vorbeilassen, fuhr aber relativ locker seinen 4. GP-Sieg heraus mit 1,066 Sekunden Vorsprung. Hinter ihm bekämpften sich der Japaner, der weiter auf seinen ersten Triumph warten muss, und Lüthi fast bis aufs Blut. In der letzten Runde kam Lüthi zweimal an ihm vorbei, war am Schluss mit 1,170 Sekunden Rückstand aber auch mit Rang 3, dem dritten in dieser Saison nach Barcelona und Brünn und dem 30. insgesamt trotzdem happy. Randy Krummenacher, von Platz 13 aus gestartet, wurde am Start abgedrängt und musste sich schliesslich mit Rang 19 begnügen.

Viele Stürze mit Folgen

Sturzfestivals gab es am Morgen bei nur 13 Grad und heftigen Winden, was für die Reifen nicht gerade optimal war. In der Moto 2 sorgte der Spanier Dani Rivas für einen Horrorcrash, als er nach Ende des Aufwärmtrainings nicht in Fahrtrichtung schaute und in eine Gruppe von Piloten raste, die für Startversuche stehen geblieben waren. Rivas erlitt einen Schlüsselbeinbruch und eine Hirnerschütterung, Steven Odendaal einen Knöchelbruch, während Jordi Torres und Xavier Siméon unverletzt blieben. Zuvor waren schon der WM-Zweite Pol Espargaró und der Trainingsdritte Johann Zarco gestürzt.

Márquez kennt keine Schmerzen

Noch schlimmer erwischte es in der Königsklasse Pole-Setter Marc Márquez. Der Moto-GP-Rookie und WM-Leader Marc Márquez fuhr acht Hundertstel hinter Weltmeister Jorge Lorenzo auf Rang 2, nachdem er sich im Warm-up die Schulter ausgerenkt hatte.

Der Crash passierte am Morgen im Warm-up: Der 20-jährige Spanier stürzte in Kurve 8 bei nur 13 Grad und heftigen Winden, was keine optimalen Bedingungen für die Bridgestone-Reifen sind. Die erste Diagnose im Streckenspital: Schlüsselbeinbruch. Das bewahrheitete sich zum Glück nicht – Márquez hatte sich «nur» die Schulter ausgerenkt. Wenige Augenblicke zuvor war in derselben Kurve der Trainingsdritte Cal Crutchlow gestürzt, der schon am Samstag zweimal zu Boden musste. Ebenfalls im Warm-up gestürzt waren Yonny Hernández, Michele Pirro, Nicky Hayden.

Ein hartes Duell

Mit Schmerzmitteln stieg Márquez am Nachmittag in den Sattel seiner Honda und lieferte sich mit Weltmeister Jorge Lorenzo einen erbitterten Kampf. In der drittletzten von 20 Runden hatte sich Márquez erstmals vor seinen Landsmann gesetzt, wurde eine Runde später gekontert und hatte seinerseits vier Kurven vor Schluss wieder die Nase übernommen.

Den letzten Lorenzo-Angriff konnte Márquez nicht mehr kontern und fuhr acht Hundertstel später über die Ziellinie. Mit eineinhalb Sekunden Rückstand folgte Honda-Teamkollege Dani Pedrosa. Valentino Rossi entschied den Kampf um Platz vier hauchdünn gegen Alvaro Bautista. In der WM baute Márquez die Führung auf 30 Punkte aus.

si

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