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Simoncellis Vater nimmt Sanitäter in Schutz

Obwohl die Nothelfer Marco Simoncelli während der Rettung von der Bahre fallen liessen, gibt ihnen der Vater des Töffstars keine Schuld

Das Amateurvideo über die Bergung des tödlich verunglückten Motorrad-Piloten Marco Simoncelli zeigt, wie die Helfer Simoncelli auf dem Weg von der Rennstrecke zum Krankenwagen von der Trage fallen lassen. Der leblose Körper landet auf dem Boden, wird dann stümperhaft wieder aufgehoben. Hautnaher Zeuge der dilettantischen Hilfsaktion ist Simoncellis Vater Paolo, der unmittelbar nach dem Unglück mit einem Motorroller an den Unfallort geeilt war.

Paolo Simoncelli hätte nun allen Grund, den Sanitätern grosse Vorwürfe zu machen, er könnte die Helfer gar verklagen. Doch dem Verdacht, dass sein Sohn erst nach dem Sturz von der Trage gestorben sei, widerspricht der Vater jetzt: «Die Sanitäter mit der Trage haben ihr Bestes gegeben. Als sie meinen Jungen auf die Trage legten, habe ich seine Hand genommen, wollte mich verabschieden. Aber er war schon tot.»

Bis zur Beerdigung, die heute im engste Familienkreis stattfindet, hatten die Fans in Simoncellis Heimatstadt Coriano die Möglichkeit, sich von ihrem Töffstar persönlich zu verabschieden. Die Anteilnahme der Fans ist auch nicht an der Familie vorübergegangen. «Ehrlich gesagt konnte ich es nicht glauben. Es wäre Blödsinn, wenn ich sagen würde, dass ich glücklich bin, aber es erfreut mich. Wir haben das nicht realisiert, aber es ist eine schöne Sache. Morgen werden wir nach der Beerdigung alleine sein. Es wird schrecklich sein. Jetzt habe ich all die Menschen, die uns besuchen. Das kann einen nur erfreuen», so der Vater.

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