Vettel erstmals seit zwei Jahren auf der Pole

Sebastian Vettel dominiert im Ferrari das Qualifying für den Grand Prix von Singapur. Die Sauber-Fahrer haben keine Chance auf eine gute Position.

Auf der Pole-Position: Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel (Mitte). Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo (r.) und Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen folgen auf den Plätzen zwei und drei. (20. September 2015, Ortszeit)

Auf der Pole-Position: Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel (Mitte). Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo (r.) und Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen folgen auf den Plätzen zwei und drei. (20. September 2015, Ortszeit) Bild: Mark Baker/Keystone

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Es war ein Erfolg mit Ansage. Vettel hatte schon am Morgen im dritten freien Training klare Bestzeit realisiert. Nun steht der vierfache Weltmeister zum ersten Mal seit November 2013 und dem Saisonfinale in Brasilien wieder auf dem besten Startplatz. Seine insgesamt 46. Pole-Position sicherte er sich in hoch überlegener Manier. Er distanzierte seine Konkurrenten um 54 Hundertstel und mehr. In Singapur wird er nach 2011 und 2013 zum dritten Mal von ganz vorne losfahren. Noch länger musste sich Ferrari mit dem besten Startplatz gedulden. Der bisher letzte Fahrer der Roten, der in der Formel 1 die Startkolonne angeführt hatte, war Fernando Alonso im Juli 2012 im Grand Prix von Deutschland in Hockenheim gewesen.

Vettel beendete eine lange Phase der Überlegenheit der Fahrer von Mercedes. Zuletzt hatten Lewis Hamilton und Nico Rosberg nicht weniger als 23 Mal in Folge den besten Startplatz unter sich aufgeteilt. Die «Niederlage» kam nicht ganz überraschend. Hamilton und Rosberg hatten schon in den freien Trainings zwei und drei ungewohnte Schwächen offenbart. Für das Nachtrennen in Singapur blieben dem Engländer und dem Deutschen mit Rückständen von rund anderthalb Sekunden lediglich die Positionen 5 und 6.

Sauber-Fahrer auf Startplätzen 16 und 17

Schneller als Hamilton und Rosberg waren auch Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari sowie Daniil Kwjat und Daniel Ricciardo in den Red Bull. Ricciardo egalisierte als Zweitschnellster seinen Bestwert in Qualifyings. Die zweite Reihe bilden Räikkönen und Kwjat.

Für die Fahrer des Rennstalls Sauber endete die Qualifikation schon nach der ersten Tranche. Felipe Nasr und Marcus Ericsson blieben die Startplätze 16 respektive 17. Fortschritte im Zuge der freien Trainings waren zwar erkennbar. Gleichwohl kam die Rundumerneuerung der Autos noch nicht in erhofftem Mass zum Tragen.

Die Startaufstellung: 1 Sebastian Vettel (De), Ferrari, 1:43,885. 2 Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault, 0,543 zurück. 3 Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 0,782. 4 Daniil Kwjat (Russ), Red Bull-Renault, 0,860. 5 Lewis Hamilton (Gb), Mercedes, 1,415. 6 Nico Rosberg (De), Mercedes, 1,530. 7 Valtteri Bottas (Fi), Williams-Mercedes, 1,791. 8 Max Verstappen (Ho), Toro Rosso-Renault, 1,913. 9 Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes, 2,192. 10 Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Mercedes, 2,528. Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 11 Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes. 12 Fernando Alonso (Sp), McLaren-Honda. 13 Sergio Perez (Mex), Force India-Mercedes. 14 Carlos Sainz (Sp), Toro Rosso-Renault. 15 Jenson Button (Gb), McLaren-Honda. Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 16 Felipe Nasr (Br), Sauber-Ferrari. 17 Marcus Ericsson (Sd), Sauber-Ferrari. 18 Pastor Maldonado (Ven), Lotus-Mercedes. 19 Will Stevens (Gb), Manor-Ferrari. 20 Alexander Rossi (USA), Manor-Ferrari. 20 Fahrer im Training und fürs Rennen qualifiziert. (mlr/si)

Erstellt: 19.09.2015, 16:45 Uhr

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