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«You're a dirty man!» – Buemi knöpft sich drei Konkurrenten vor

Beim Finale der Formel E in Montreal wurde der Schweizer nach einer spektakulären Aufholjagd disqualifiziert.

Die Titelverteidigung ist für Buemi vor dem letzten Rennen schwierig geworden.
Die Titelverteidigung ist für Buemi vor dem letzten Rennen schwierig geworden.
Keystone

Die Ausgangslage vor diesem Wochenende war für Sebastien Buemi gut. Der Schweizer führte in der Formel-E-Gesamtwertung, und nur noch zwei Rennen waren zu fahren. Doch am Samstagmorgen begann das Unheil.

Im zweiten freien Training crashte Buemi auf dem engen Stadtkurs in Montreal, sein Auto war zertrümmert. Der frühere Formel-1-Pilot fuhr im Qualifying zwar auf Platz 2, doch weil beim kaputten Auto die Batterie gewechselt werden musste, wurde er um zehn Plätze nach hinten versetzt. Sein Konkurrent um die Gesamtwertung, Lucas Di Grassi, ging von der Pole ins Rennen.

So startete Buemi zu einer spektakulären Aufholjagd. Schon in der zweiten Kurve kam es aber zur Berührung mit einem Konkurrenten, nach der die Steuerung im Auto des Schweizers nicht mehr richtig funktionierte.

Am Ende wurde Buemi Vierter und lag in der Gesamtwertung sechs Punkte hinter Di Grassi. Trotzdem war der Mann aus Aigle alles andere als zufrieden. Nach dem Rennen knöpfte er sich seine Konkurrenten vor und beschwerte sich lauthals: «Du hast mich nach dem Start in der zweiten Kurve getroffen! Du kamst rein wie ein Irrer!»

Als noch während seiner Schimpftirade klar wurde, dass er den Falschen vor sich hatte, liess sich Buemi nichts anmerken, lief zum Nächsten und wetterte weiter.

Auch Daniel Abt, der Teamkollege von Di Grassi, der Buemi immer wieder von hinten bedrängte, bekam seinen Teil zu hören. «You're a dirty man!» rief ihm der Schweizer hinterher.

Doch es war für Buemi noch nicht vorbei: Zwei Stunden nach Rennschluss wurde er von der Rennjury disqualifiziert, weil sein zweites Auto zu leicht war. Vor dem letzten Rennen (heute, 22 Uhr MEZ) hat er in der Gesamtwertung 18 Punkte Rückstand auf Di Grassi – im letzten Rennen sind maximal 29 zu holen.

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