«Ohne Muskeln wäre er gelähmt oder tot»

Matthias Glarner habe bei seinem Sturz ein Riesenglück gehabt. Sein Chef erinnert sich an den Unfall und wagt einen Blick in die Zukunft.

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Hanspeter Wenger, der Chef der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, hat per Telefon vom Unfall seines Mitarbeiters und engen Vertrauten Matthias Glarner erfahren. Das war am Dienstag gegen 8 Uhr, kurz nachdem der Vorfall passiert war. Seine erste Frage sei gewesen, wie es Glarner gehe. «Man sagte mir, dass er im Gras sitzen und antworten würde – er war also ansprechbar. Das war eine riesige Erleichterung», sagt Wenger zum «Blick».

Ihm sei sofort bewusst gewesen, dass der Schwingerkönig einen grossen Schutzengel gehabt haben müsse. Schliesslich fiel Glarner aus einer Höhe von zwölf Metern in die Tiefe. «Gott sei Dank ist Matthias so muskulös. Ohne Muskeln wäre er gelähmt oder tot – das bestätigten auch die Ärzte.»

Viele «Mosaiksteinchen des Glücks» hätten mitgewirkt:

  • 1. «Unter jedem Mast ist auch eine Betonplatte. Kaum zu denken, was bei einem Aufprall passiert wäre.»
  • 2. «Matthias fiel in die Wiese, nicht auf Steine oder Geröll.»
  • 3. «An der Stelle seines Absturzes ist es steil. Es ist wie beim Skifahren: Stürzt man ins Flache, erwischt es einen viel schlimmer.»
  • 4. «In der Nacht davor hatte es lange geregnet. Der Boden war dadurch nicht mehr hart wie Beton, sondern aufgeweicht.»

Wenger spricht von einem «Riesenglück» und «Schicksal», dass sich Glarner «nur» eine Beckenringsprengung und eine Sprunggelenkverletzung zugezogen hat. Angaben zum Unfallhergang macht der Bergbahnenchef im «Blick» keine.

Er glaubt, dass Glarner in den Sägemehlkreis zurückkehren wird: «Die letzten zwei Jahre, die er noch im Sinn hat zu schwingen, will er durchziehen – mit jeder Garantie und Gewalt.» (woz)

Erstellt: 29.06.2017, 09:02 Uhr

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