Dario Cologna – der Herr der Ringe

Mit seinem vierten Gold macht er sich zum erfolgreichsten Schweizer an Winterspielen – zusammen mit Simon Ammann.

Jubel nach dem vierten Gold: Dario Cologna

Jubel nach dem vierten Gold: Dario Cologna Bild: Filip Singer/Keystone

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Vielleicht erreichte Sie die Goldbotschaft noch im Bett. Vielleicht hatten Sie noch etwas verschlafen Dario Cologna am Fernsehen zugeschaut, wie er in Pyeongchang zu Gold über 15 Kilometer Skating schwebte.

Video: So gratuliert ein Koreaner zur Goldmedaille

Der erste Gedanke: «Das ist wenig überraschend.» Dazu ein Schulterzucken. Colognas Olympiasieg kann einen nicht überraschen, schliesslich gelang ihm der Coup nun schon drei Mal in seiner Karriere.

Macht das ein viertes Mal so speziell? Tut es tatsächlich. Cologna mag sich nach dem ersten Gold 2010 schon mit den zwei Siegen 2014 in Sotschi zum Olympia-Mann gemacht haben. Mit seinen dritten Goldspielen in Serie ist er noch eine Stufe höher gestiegen. Er gehört nun zum ganz kleinen Kreis der Herren der Ringe.

Video – Dario Cologna triumphiert über 15 km

Das ist er national, weil er mit dem vierten Gold zu Simon Ammann aufgeschlossen hat, und damit wie der Toggenburger der erfolgreichste Athlet an Winterspielen ist. Zu den Grossen gehört er auch international, weil er als erster Langläufer eine Distanz an drei Spielen in Folge dominiert hat. Bezüglich Goldmedaillen liegt Cologna nun bereits auf dem dritten Rang aller Langläufer.

Wie gelang Cologna diese Goldsammlung? Der Bündner gehört zur raren Spezies von Ausnahmekönnern: Neben überragenden physiologischen Voraussetzungen und Trainingsfleiss haben sie die Fähigkeit, genau dann zuzulegen, wenn alles auf dem Spiel steht.

Er ignorierte den durchzogenen Olympiaauftakt im Skiathlon, wo er gegen die norwegische Übermacht und die schwierigen Verhältnissen gekämpft hatte. Stattdessen konzentrierte er sich auf die positiven Aspekte, also seine starke Form. So kehrte er auf seiner Distanz, den 15 Kilometern Skating, auf eine Art und Weise zurück, wie es nur den ganz Grossen gelingt.

Erstellt: 16.02.2018, 09:20 Uhr

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