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Das volle Programm

Fabien Rohrer war 1998 Favorit auf das erste Gold der Freestyle-Snowboarder – und scheiterte. Er rappelte sich wieder auf – wie nach der Karriere, als er ganz unten beginnen musste.

Die Geschichte ist zu abgedreht, um erfunden zu sein. Ein Snowboarder, der an einem der grössten Wettkämpfe psychedelische Pilze einwirft? Der Sport ist ­definitiv ein anderer geworden seit der Zeit, als Fabien Rohrer Snowboardprofi war. Die Episode ereignete sich 1996 am Air & Style in Innsbruck, dem damals wohl berühmtesten Wettkampf, ausgetragen im Bergisel-Stadion, vor 25 000 Zuschauern. Der Sprung über die grosse Schanze war nicht Rohrers Kerngeschäft, er gehörte damals zu den Weltbesten in der Halfpipe. Als Ersatz war der Berner ins Teilnehmerfeld gerutscht – und gedachte es den Spezialisten zu zeigen. Ohne Pilzchen, wohl verstanden. Die hatte ein Konkurrent vor dem Final zu sich genommen, wie er Rohrer kurz davor anvertraute. «Macht ihr das unter euch aus, ich habe andere Pläne», beschied er ihm.

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