Medaillenspiegel

Holland hat dreimal so viel Gold wie die Schweiz

Der Blick auf den Medaillenspiegel zeigt ein kurioses Bild, vor allem im unteren Drittel.

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Norwegen und Deutschland sind mit elf bzw. zehn Goldmedaillen die dominierenden Nationen an diesen Olympischen Spielen, wo die Norweger mit insgesamt 28 Medaillen die Deutschen um 8 Auszeichnungen übertrumpfen. Dahinter folgen Kanada und die Niederlande, die mit mindestens sechs Olympiasiegerinnen bzw. Olympiasiegern nach Hause reisen. Alle 13 Medaillen haben sich die Holländer auf der Eisbahn gesichert.

Mit zwei Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille muss sich die Schweiz derzeit mit Rang 11 begnügen. Von den klassischen Wintersportnationen stehen im Moment nur Italien und die russische Olympia-Auswahl schlechter da. «Sportlich sind wir mit sieben Medaillen und 15 Diplomen auf gutem Weg», kommentierte Missionsleiter Ralph Stöckli am Sonntag die Halbzeitbilanz.

Spanien historisch

Der Chef de Mission schielt vorsichtig auf den Schweizer Olympiarekord 1988 in Calgary mit fünfzehnmal Edelmetall. Realistisch sieht er aber eine Ausbeute wie in Sotschi, als die Schweiz elf Podestplätze feierte.

Einen historischen Moment in Pyeongchang erlebten hingegen die Spanier, als Regino Hernandez mit Bronze im Snowboardcross seinem Land die erste Medaille an Winterspielen seit 26 Jahren sicherte. Wenige Tage später doppelte Landsmann Javier Fernandez mit Bronze im Eiskunstlauf nach – die vierte Olympia-Medaille für Spanien überhaupt.

Britische Festtage

Für Aufsehen sorgen derzeit auch die Australier, die mit je einmal Silber im Snowboardcross und im Ski-Freestyle auf der Buckelpiste glänzten und in der Snowboard-Halfpipe Bronze gewannen. Der Union Jack flackert in diesen Tagen auch aus britischer Sicht über dem Medal Plaza in Pyeongchang. Das Skeleton-Gold der Engländerin Lizzy Yarnold war kein Zufall, stand doch neben ihr auf Platz 3 die Waliserin Laura Deas.

Abgerundet wurden die britischen Festtage mit Bronze von Isabel Atkin im Ski-Slopestyle. Überstrahlt wurde sie allerdings von Sarah Hoefflin und Mathilde Gremaud – die den helvetischen Medaillensatz mit Gold und Silber ergänzten. Für die Schweiz ist die Jagd nach Edelmetall aber nach der ersten Olympiawoche längst nicht abgeschlossen.

Es gibt im Ski, Snowboard und Langlauf über ein halbes Dutzend Gelegenheiten, um die Niederlande noch einzuholen, allerdings dürfte die orange Übermacht auch die letzten Wettbewerbe auf der Eisbahn dominieren.

(sr)

Erstellt: 19.02.2018, 16:54 Uhr

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