Vier Gründe, warum Galmarini Gold gewann

Der Olympiasieg des Bündners Nevin Galmarini in Südkorea ist kein Produkt des Zufalls. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Glücklich: Nelvin Galmarini ist der verdiente Sieger des olympischen Parallelslaloms. (24. Februar 2018) Video: SDA/Keystone

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Nevin Galmarini hat die Tradition von Olympiamedaillen der Schweizer Alpin-Snowboarder fortgesetzt. 1998 hatte Ueli Kestenholz beim Debüt der Sportart an Winterspielen im Riesenslalom mit Zeitmessung Bronze geholt, danach sorgten Philipp und Simon Schoch, Daniela Meuli, Patrizia Kummer und Nevin Galmarini für fünfmal Gold und zweimal Silber. Der Erfolg basiert nicht auf einem grossen Pool an Nachwuchstalenten, sondern auf einem kleinen, dynamischen Team.

Dass aus diesem immer wieder Athleten ganz an die Weltspitze vorstossen, hat mehrere Gründe:

1. Jene, die sich dem Alpin-Snowboarden verschreiben, tun dies nicht in der Hoffnung, reich zu werden, sondern aus Leidenschaft und Erfolgshunger. Sie sind bereit, Extraschichten zu leisten, sei es im Training oder beim Experimentieren mit dem Material.

2. Erfolge erhöhen die Anziehungskraft. Den Junioren hat es bisher nie an Vorbildern gefehlt. Galmarini sagt, als er ein Bub gewesen sei, hätten ihn Fadri Mosca und Kestenholz inspiriert.

3. Weil seit zwei Jahrzehnten stets Weltklassefahrer im Team figurieren, haben die Nachrückenden im Training Gradmesser. Und sie erleben aus erster Hand, was alles zu tun ist, um an die Spitze vorzustossen.

4. Auf dem Chefposten herrscht Kontinuität. Christian Rufer, der für ein leistungsförderliches Klima sorgt, trainiert die helvetischen Alpin-Snowboarder schon die zwölfte Saison (von 2004 bis 2014 und seit 2016). «Wir sind eine verschworene Truppe», sagt der frischgebackene Olympiasieger.

Unvergesslicher Moment: Nevin Galmarini bei der Medaillenübergabe. (Video: SRF/Tamedia)

Galmarini kündigte nach seinem Triumph an, seine Karriere fortzusetzen. Insofern ist es möglich, dass dereinst auch er einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin findet.

Erstellt: 24.02.2018, 11:46 Uhr

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