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Piaf statt Pep

Es gibt Tage wie diese, die müsste man gleich streichen können, im Kalender und in der Erinnerung sowieso.

Es gibt Tage wie diese, die müsste man gleich streichen können, im Kalender und in der Erinnerung sowieso. Nur zehn Minuten lang hat man den Wagen falsch geparkt, gut: sehr, sehr falsch, und unter dem Scheibenwischer klemmt schon ein Papier, und liest man es, dann fühlt man sich mit einem Bein schon im Gefängnis, wenn man solches überhaupt fühlen kann. In der Apotheke holt man ein Medikament, man bringt die leere Packung als Beispiel mit, die freundliche Verkäuferin bietet an, diese gleich zu entsorgen, und zu Hause merkt man, in der Hand ist immer noch die gleiche leere Packung und in der Apotheke wird vermutlich die neue entsorgt. Und später dann, aus Erfahrung klug, stellt man den Wagen in einem Parkhaus ab und eine Stunde später fest, dass man den Parkschein verloren hat, irgendwo, irgendwie, einfach nicht mehr da, es wird kompliziert.

Es war so ein Tag, so erzählt es Bruno seinem Freund Luca im Bistro, und er ist jetzt gut gelaunt und lacht, denn der Tag, der, so schien es, so ein Tag war, der eigentlich kein Tag sein dürfte, lag einige Tage zurück. Bruno beschloss damals, den Abend in einem kleinen Theater hoch oben über Zürich zu verbringen, und jeder, der Bruno kennt, würde sogleich sagen, er musste krank sein oder sehr verliebt oder sonst auf irgendeinem besonderen Trip. Nichts von allem.

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