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Portugals Lamento und zweite Chance

Nur eines von vier Duellen der EM-Barrage scheint noch offen zu sein: Portugal ringt nach dem 0:0 gegen Bosnien-Herzegowina weiterhin um einen Platz an der nächsten Endrunde.

Portugal nahm das 0:0 in Zenica nicht ohne Lamento hin. Die Gäste - allen voran Coach Paulo Bento - beklagten sich über die miserablen Platzbedingungen und kündigten an, in Lissabon bei weitaus besseren Bedingungen den Favoritenstatus umzusetzen.

Cristiano Ronaldo, in der Ausscheidung bislang fünffacher Torschütze, zählte vor den Journalisten "vier gute Chancen" auf. Und auch der Super-Star mokierte sich über das Terrain. Sie hätten auf einem Gemüse-Acker spielen müssen. "Das war kein Gras. Trotzdem haben wir uns Möglichkeiten erarbeitet." Sein Selbstvertrauen liess "CR" nicht in Bosnien zurück: "Wir haben nun eine zweite Chance und gehen davon aus, dass wir das bessere Team sind."

Den Bosniern kommt diese Selbstherrlichkeit zupass. Sie machen eine andere Rechnung. Edin Dzeko, Stürmer von Manchester City, rechnet seinerseits mit einer Steigerung. Der zweitbeste Skorer der aktuellen Premier-League-Saison (10 Tore) hält einen Coup nach wie vor für möglich: "Vielleicht spielen ja auch wir auf einer guten Unterlage besser."

Keine Hoffnungen mehr haben die Türken. Die 0:3-Lektion gegen Kroatien im eigenen Stadion sitzt tief. Der Frust war nach dem Fehltritt gegen "Hrvatska" auf allen Kanälen zu spüren. Das Ende der Amtszeit von Guus Hiddink ist nur noch eine Frage der Zeit. Im Rückspiel in Zagreb muss der Holländer zudem auf vier gesperrte Stammspieler (Turan, Sarioglu, Balta und Emre) verzichten. "Wir spielen um die Ehre." Mehr liegt für ihn und seine Equipe nicht mehr drin - auch wenn Kroatiens Coach Slaven Bilic betonte, nur den ersten Schritt gemacht zu haben.

Vor allem Tomas Sivoks 2:0 in der Nachspielzeit hat die EM-Chance Montenegros erheblich beeinträchtigt. In Podgorica stemmte sich der Mini-Staat vom Balkan zuletzt zwar erfolgreich gegen England (2:2 nach 0:2-Rückstand), aber ein Umschwung im grossen Stil ist den Montenegrinern nicht mehr zuzutrauen. Die Fakten sprechen gegen das Team von Coach Branko Brnovic. Zum einen haben die Einheimischen 2011 keine ihrer fünf Partien gewonnen, andererseits ist Tschechien seit 1996 an jeder EM-Endrunde vertreten gewesen.

In der "Dublin Arena" steht eine 90-minütige Feier des EM-Comebacks nach 24-jähriger Abwesenheit im Programm der irischen Nationalmannschaft. Die 4:0-Vorlage werden die "Boys in Green" zu Hause gegen Estland nicht mehr verspielen. Die "Irish Times" positionierte das Team von Giovanni Trapattoni richtig: "Mit einem Bein und beiden Füssen!", seien sie schon vor dem Rückspiel an der nächsten EURO.

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