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Prince im Kopf

«Sometimes it snows in April», denkt Bruno, als er während dem Zürich Marathon am Strassenrand steht.

Bruno kennt ihn nicht so gut; er hat einige Male geschäftlich mit ihm zu tun gehabt, für eine Werbekampagne, und was er von ihm einzig weiss, sind seine sportlichen Vorlieben. Er sitzt fast bei jedem Wetter auf dem Velo oder rennt irgendwo durch Strassen und Wälder, im Winter über Loipen. Fast besessen tue er es, sagen andere über ihn.

Er läuft auch Marathon, einmal im Jahr, rund um das Zürcher Seebecken, und das ist der Tag, an dem ihm Bruno privat begegnet, ganz kurz wenigstens, für ein paar Sekunden, zweimal ein paar Sekunden genau. Bruno steht am Strassenrand, er läuft. Vor einem Jahr hat Bruno nach dem Rennen von ihm eine SMS-Nachricht bekommen, er muss sie gleich nach dem Zieleinlauf geschickt haben. «Du weisst gar nicht, wie sehr du mir geholfen hast», hat er Bruno geschrieben, ab Meilen, nach dem Wendepunkt, habe er an ihn gedacht, immer im Kopf gehabt, Schritt für Schritt, und die Schritte seien dadurch weniger schwer gewesen: In Küsnacht, an der gleichen Stelle auf der anderen Strassenseite, werde Bruno wieder stehen. Und warten. Ein schönes Gefühl.

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