Cancellara verpasst Prolog-Sieg

Fabian Cancellara muss sich beim Prolog zur 79. Tour de Suisse dem Holländer Tom Dumoulin um 1,84 Sekunden geschlagen geben.

Am Sieg vorbeigeschrammt: Fabian Cancellara kommt 1,84 Sekunden zu spät ins Ziel und muss sich mit Rang 2 begnügen.

Am Sieg vorbeigeschrammt: Fabian Cancellara kommt 1,84 Sekunden zu spät ins Ziel und muss sich mit Rang 2 begnügen. Bild: Keystone

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Dass Tom Dumoulin sich als Erster ins Leadertrikot der diesjährigen Tour de Suisse würde einkleiden lassen dürfen, ist keinesfalls eine Überraschung. Vor einem Jahr hatte der 24-Jährige vom Team Giant-Alpecin im WM-Zeitfahren in Ponferrada (Sp) hinter dem Briten Bradley Wiggins und dem Deutschen Tony Martin Bronze errungen.

Fabian Cancellara verpasste im Kanton Zug Historisches. Hätte er auch Dumoulin hinter sich gelassen, wäre es der elfte Etappensieg des vierfachen Zeitfahr-Weltmeisters an der Tour de Suisse gewesen. Damit hätte er die Rekordmarke von Hugo Koblet und Ferdy Kübler egalisiert.

Dritter hinter Cancellara, der das Zeitfahren nach überstandener Angina in Angriff genommen hatte, wurde der Österreicher Matthias Brändle vom Schweizer Team IAM. Der Walliser Steve Morabito überzeugte als Fünfter, der Lokalmatador Martin Elmiger wurde Zwölfter. Der Slowake Peter Sagan, einer der meistgenannten Favoriten auf den Tagessieg, liess sich vor Morabito die viertbeste Zeit notieren.

Dillier im Pech

Pechvogel des Tages war Silvan Dillier. Der Aargauer stürzte nach etwas mehr als einem Kilometer, weshalb war zunächst noch unklar. Gegenüber der «Aargauer Zeitung» erklärte er aber nach dem Prolog: «Ich bin schnell in die Kurve gekommen, musste etwas abbremsen. Ich schaltete zurück und beim neuerlichen Beschleunigen erneut. In diesem Moment ist die Kette vom grossen Blatt gefallen und ich flog kopfvoran über den Lenker.»

Am Sonntag haben die Fahrer einen 161,1 km langen Rundkurs in der Region von Rotkreuz zu bewältigen. Das Profil kommt kompletten Fahrern und eventuell auch bergauf stark fahrenden Klassik-Spezialisten entgegen. (si/rso)

Erstellt: 13.06.2015, 19:10 Uhr

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