Cancellaras Team über allen

In zwei Wochen beginnt die Tour de Suisse 2011 – mit einem überschaubaren Kreis von Favoriten.

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Retro ist Trend, sagten sich die Organisatoren der 75. Tour de Suisse. Bei der Jubiläumsrundfahrt zeigt sich das im neu gestalteten Leadertrikot oder in der Wahl der Etappenorte. Sieben von elf Stationen haben in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit einer Tour de Suisse gesammelt.

Zu diesen gehört auch Grindelwald, Zielort der dritten Etappe, die die Organisatoren trotz nur 108 km, aber wegen gut 3000 Höhenmetern (Grimsel und Grosse Scheidegg) zur Königsetappe erklärt haben. Allerdings werden Anfang übernächster Woche die Favoriten noch frisch genug sein, um diese Strapazen ohne grössere Schwierigkeiten zu ertragen. Bewegung ins Gesamtklassement dürften erst die Bergankünfte in Malbun (FL) sowie tags darauf in Serfaus (Ö) bringen, ehe die Rundfahrt mit zwei Etappen im Schaffhausischen (die letzte als Zeitfahren) zu Ende geht.

Die Brüder Schleck gegen den Rest

Die Zahl der gemeldeten Siegesanwärter ist überschaubar. Fabian Cancellaras Team Leopard-Trek tritt mit der Tour-de-France-Equipe um die Brüder Andy und den Tour-de-Suisse-Titelverteidiger Fränk Schleck an. Das Team ist damit erster Anwärter auf Spitzenplätze in Etappen (Cancellara in Prolog und Schlusszeitfahren) und Gesamtklassement. Ebenfalls mit mehreren Kandidaten fürs Gesamtklassement (Klöden, Horner, Leipheimer) startet das ehemalige Armstrong-Team Radioshack, in dem es nicht an Routine fehlt. Die gemeldeten Fahrer sind im Durchschnitt 35-jährig, der Zuger Gregory Rast ist mit 31 der Zweitjüngste im Aufgebot.

Falls sie ihre Form aus Italien konservieren können, dürften sich zudem der Giro-Gesamtfünfte Joaquim Rodriguez (Sp/Katjuscha) und der Gesamtneunte Steven Kruijswijk (Ho/Rabobank) Chancen auf einen Podestplatz ausrechnen, genauso wie die Amerikaner von Garmin-Cervélo Tom Danielson und Christian Vande Velde (zuletzt Dritter und Vierter der Tour of California).

Ansonsten fehlt in vielen Aufgeboten ein klarer Leader. Entweder sind diese im Dauphiné Libéré engagiert oder machen nach dem Giro eine Pause. Bei den Schweizern hingegen sind hinter Cancellara fast alle bekannten Namen gemeldet, insgesamt elf. Michael Albasini dürfte sich an seinen Sieg in Serfaus vor zwei Jahren erinnern, und Martin Elmiger auf einen Erfolg im Trikot des Schweizer Meisters hoffen.

Erstellt: 02.06.2011, 17:22 Uhr

Der Zeitfahrspezialist aus dem Team Leopard-Trek: Fabian Cancellara will an der Tour de Suisse Prolog und Schlusszeitfahren gewinnen. (Bild: Keystone )

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