Der letzte grosse Olympia-Test für Cancellara

Fabian Cancellara betrachtet das heutige Zeitfahren in der Tour de France als letzten grossen Test für die Sommerspiele in London. Bradley Wiggins und Tony Martin sind seine härtesten Rivalen.

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Für Fabian Cancellara ging die Woche in Gelb am Samstag wie erwartet auf der Planche des Belles Filles zu Ende. Der Berner verteidigte sein Maillot jaune im steilen Schlussaufstieg mit Würde. Er kämpfte weiter, als er distanziert wurde, und erreichte das Ziel inmitten renommierter Bergfahrer als 20.

Ohne gelbes Trikot, gelbes Velo, gelben Helm und gelben Knopf im Ohr verbrachte Cancellara die Schweizer Etappe in der Anonymität des Feldes und später in einem «Gruppetto» von Abgehängten. Das Ziel erreichte er als 90. Mit 12:19 Minuten Rückstand. Danach musste er erstmals in dieser Tour nicht zum Interview-Marathon antreten. Am Tag vor dem Zeitfahren von Besançon erhielt er so eine zusätzliche Stunde der Erholung.

Wiggins in der Pole-Position

Das heutige Rennen über 41,5 km ist für Cancellara letzter wichtiger Test vor dem Olympia-Zeitfahren vom 1. August. Das gilt auch für Tony Martin, seinen Nachfolger als Weltmeister, der sich seit einer Woche mit einer gebrochenen Hand durchbeisst, um dieses Zeitfahren nicht zu verpassen. Beide wollen sich «olympiamässig» vorbereiten und alles geben. Beide wollen gewinnen. Schaffen sie es nicht, haben sie eine Entschuldigung: Bei Cancellara ist es der gelbe Stress, bei Martin die Verletzung.

Zu den Favoriten auf den Etappensieg gehört auch Tour-Leader Bradley Wiggins. Der Engländer gehört im Kampf gegen die Uhr zu den besten Spezialisten der Welt. «Zeitfahren sind wichtig, aber die Tour gewinnt man nicht im Zeitfahren, sonden an jedem einzelnen Tag. Und genau daran arbeiten wir seit 2009 mit letzter Konsequenz», erklärt der Captain des starken Sky-Teams. 2009 beendete er die Tour als Neuling auf dem vierten Platz, 2010 büsste er für die Strapazen des Giro d’Italia, die er sich zugemutet hatte, vor einem Jahr brach er sich das Schlüsselbein, was er heute als Schlüssel dafür betrachtet, dass er auf dem Weg zur Tour drei Rundfahrten (Paris–Nizza, Romandie, Dauphiné) gewinnen konnte. Mit dem Neuanfang nach der Tour und der Vorbereitung auf die Vuelta und die WM habe er die Basis gelegt.

Erstellt: 09.07.2012, 11:12 Uhr

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Die 8. Etappe live

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet vom heutigen Einzelzeitfahren von Arc-et-Senans nach Besançon live ab 14 Uhr.

Gesamtklassement: 1. Wiggins 38:17:56. 2. Evans 0:10. 3. Nibali 0:16. 4. Mentschow 0:54. 5. Zubeldia 0:59. 6. Froome 1:32. 7. Monfort 2:08. 8. Van den Broeck 2:11. 9. Roche 2:21. 10. Taaramae 2:27.

11. Gallopin 3:13. 12. Costa 3:24. 13. Pinot 3:41. 14. Horner 3:43. 15. Schleck 3:47. 16. Brajkovic4:03. 17. Van Garderen 4:08. 18. Basso 4:12. 19. Klöden 4:24. 20. Rolland 4:26.

Ferner: 21. Leipheimer 4:46. 22. Scarponi 5:37. 28. Valverde 6:45. 36. Cancellara 13:36. 40. Sagan 16:43. 53. Schär 21:32. 54. Winokurow 22:47. 56. Gesink 23:12. 72. Albasini 28:35. 112. Martin 36:32. 146. Cavendish 51:59.

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