Interview

«Die Ärzte von Phonak wussten, was damals lief»

Tyler Hamilton war 2004 der Teamleader bei Phonak, als er des Dopings überführt wurde. Auch die Aussagen des einstigen Armstrong-Helfers brachten diesen zu Fall. Das grosse Exklusiv-Interview.

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Ihr Buch «Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte» ist die bislang umfassendste Beichte eines Radprofis, der jahrelang gedopt hat. Den Impuls, endlich die Wahrheit zu erzählen, kann man nachvollziehen. Aber Sie haben vorher lange gelogen. Wie kamen Sie damit zurecht?

Ich habe das damals vor mir selbst so begründet: Alle anderen tun es, also muss ich es auch tun. Ich wusste, es ist Betrug, es ist falsch. Aber das habe ich verdrängt. Damals gab es viele Dopinggeschichten in den Medien. Freunde und Verwandte fragten mich. Ich wollte ihnen die Wahrheit nicht sagen. Es war übel. Ich hasste es, zu lügen. Es ist verrückt, heute zurückzuschauen auf all die Sachen, die ich falsch gemacht habe. All die Lügen. Die Vertuschung.

Trotzdem haben Sie weitergemacht?

Im Laufe der Zeit wurde ich ein immer besserer Lügner. Das erste Mal war am schwersten. Dann wirst du irgendwann zum Roboter. Die Antwort – die Lüge – kommt einfach so aus deinem Mund. Du musst nicht mehr darüber nachdenken.

Es gab nur wenige, die wirklich wussten, was gespielt wurde. Zu ihnen gehörte Ihre Frau.

Haven, meine Ex-Frau, wusste alles. Sie war der einzige Mensch, der die Wahrheit kannte.

Wie ist es Ihnen gelungen, einen so klaren Strich unter die Vergangenheit zu ziehen?

Ich habe lange gedacht, ich würde die Geheimnisse mit ins Grab nehmen. Bis Jeff Novitzky von der Food and Drug Administration (die US-Lebens- und -Arzneimittelaufsicht, Anm. der Red.) mir ein SMS schickte. Das war im Mai 2010. Er wollte, dass ich aussage. Freiwillig. Das Wort «freiwillig» gefiel mir nicht. Ich war da noch sehr hartnäckig. Also habe ich abgelehnt. Dann kam die Zwangsvorladung. Das ist sehr, sehr ernst. Sie können dich holen und du kannst ins Gefängnis kommen. Erst in diesem Augenblick dachte ich darüber nach, die Wahrheit zu sagen.

Und dann haben Sie es getan.

Das war der beste Tag meines Lebens. Endlich die Wahrheit sagen vor der Grand Jury, die von der Staatsanwaltschaft in Los Angeles einberufen worden war. Die ersten fünf Minuten waren hart. Aber dann war es, als ob ein Damm bricht. Es ist nur so aus mir herausgesprudelt. Alles von 1997 bis 2004. Alle Geheimnisse, alle Lügen, alle Vertuschungen. Ich war überrascht, wie gut sich das anfühlt. Das verdanke ich Jeff Novitzky. Ich weiss nicht, wo ich ohne ihn heute wäre.

Sie erwähnen auf über 300 Seiten viele Details. Wie Sie EPO aus Armstrongs Beständen erhielten, wie Sie mit ihm zusammen Bluttransfusionen bekamen. All das wurde aufgrund der Ermittlungen der US-anti-Doping-Agentur inzwischen von anderen Fahrern bestätigt. Aber diese US-Postal-Zeit war ja nur eine Facette Ihrer Karriere. Wie ging es weiter mit dem Dopen?

2001 war meine letzte Saison bei US Postal. Ich wollte selbst Team-Leader sein und vielleicht eines Tages die Tour de France gewinnen. Ich kam mit Bjarne Riis zusammen und habe bei CSC unterschrieben. Er wollte wissen, was für Geheimnisse US Postal hatte. Ich erzählte ihm ein bisschen. Dinge, die ihn nicht überrascht haben. Ich habe ihm nichts von den Bluttransfusionen verraten. Ich wollte niemanden belasten. Er sagte mir, dass Blutdoping eine sichere Methode sei. Dein eigenes Blut, das kann kein Test identifizieren. Riis gab mir die Telefonnummer eines spanischen Arztes namens Eufemiano Fuentes. Ich hatte da bereits gehört, dass eine Reihe von Champions mit ihm zusammengearbeitet hatten.

Lebten Sie damals in Spanien?

Ja, in Gerona, «dem kleinen Amerika». Da wohnten viele amerikanische Radprofis. Ich traf ihn das erste Mal irgendwo am Strassenrand. Wir haben uns eine Dreiviertelstunde lang unterhalten. Und dann ging ich zu ihm in seine Praxis nach Madrid. Zum ersten Mal im März 2002. Danach alle vier Wochen. Da wurde mir jedes Mal ein Beutel mit 450 bis 500 Kubikzentimeter meines Blutes abgenommen.

Die Arbeit von Fuentes und seine Kundenkartei wurden 2006 von der spanischen Polizei bei einer Razzia beschlagnahmt, die unter dem Codenamen «Operación Puerto» lief. Welche Informationen über Sie und Ihre Behandlung haben die Beamten Ihrer Meinung nach in den Unterlagen gefunden?

Er stellte immer einen Kalender auf, der zu meinen Rennterminen passte. Eine Art Dopingkalender.

Sie bekamen einen Code-Namen?

Ja. Cuatro uno cuatro dos. Er wollte den Namen meines Hundes nehmen. Ich sagte zu ihm, das sei verrückt. Jeder weiss, dass ich Hunde liebe. Viele kannten meinen Hund Tugboat. Ich habe die vier letzten Ziffern von einer Telefonnummer genommen. Die von meinem Jugendfreund. 4142.

Und Eufemiano Fuentes legte Wert auf Geheimhaltung?

Ja, mit Geheimnamen. Und verschlüsselten Aufzeichnungen: Kreise, Farben in Kreisen, Dreiecke, kleine Punkte.

Was wissen Sie über andere Fuentes-Kunden?

Ich sah Winokourow in einem Café in der Nähe der Praxis. Fuentes liebte Geheimnisse. Aber hin und wieder drückte sein Ego durch. Dann hat er dir gesagt, mit wem er sonst noch arbeitet. Und so hat er mir von Jan Ullrich, Ivan Basso und Alejandro Valverde erzählt. Ich wusste, er arbeitet mit ein paar grossen Fahrern. Aber ich dachte, es seien vielleicht 5 oder 6. Schliesslich habe ich im Lauf der Saison herausgefunden, dass einige meiner Teamkollegen bei Fuentes waren. Oscar Sevilla, Jose Enrique Gutiérrez, Santi Pérez. Wir waren alle Kunden. Dabei wollte ich gar nicht wissen, was andere machten. Und ich wollte nicht, dass andere wissen, was ich tue. Ich wusste, das Ganze würde vielleicht auffliegen. Und so kam es.

Gab es denn nicht auch andere Mitwisser neben Ihrer Frau?

Bei CSC wusste es Bjarne Riis. Das wars, glaube ich. Bei Phonak wusste es Álvaro Pino, der Sportliche Leiter.

Sie schildern im Buch eine Szene vom ersten Ruhetag der Tour 2004 in einem Hotel in Limoges. Sie warten dort auf Fuentes, der Ihnen eine Eigenbluttransfusion verabreichen soll. Aber er kommt nicht. Sie schreiben dazu eher lapidar auf Seite 260: «Also führten die Phonak-Teamärzte die Transfusion durch.» Wie muss man sich das vorstellen?

Ich musste jemand bitten, mir zu helfen. Bei EPO benutzt man eine kleine Nadel. Das kannst du selber machen. Bei einer Bluttransfusion ist die Nadel lang und dick. Die wollte ich nicht in der Mitte der Tour zum ersten Mal alleine setzen.

Sie gehen also zu einem Teamarzt, der offiziell nicht wissen kann, dass Sie sich mit Ihrem eigenen Blut dopen wollen. Und der hilft Ihnen?

Unsere Ärzte wussten, was damals lief. Sagen wir einfach: Das hat sie nicht überrascht. Ich habe das damals so gesehen: Sie tun mir einen Gefallen. Die Ärzte bei Phonak haben es alle gut gemeint. Sie haben nie Druck auf mich ausgeübt, dass ich dope. Ich habe nie mit Ihnen über Doping geredet. Abgesehen von der Kortisonverschreibung – aber das war regelkonform – wenn sie die Papiere dafür ausfüllten. Auch wenn ich es offiziell nicht brauchte.


Im Phonak-Team arbeiteten 2004 drei Ärzte. Hamilton identifizierte im Interview jenen der drei Mediziner namentlich, der ihm beim Blutdoping in Limoges geholfen hatte. Mit der Einschränkung: «Ich kann es nicht mit tausendprozentiger Sicherheit sagen.» Auf Anfrage bestritt der fragliche Arzt Hamiltons Schilderung und sagte, das sei ihm «vollkommen neu».
(Anm. der Red.)


2004 zeigten Sie schon früh, wie gut Sie sind. Oder besser: wie gut Sie gedopt sind. Zu gut?

Ich war am Dauphiné Libéré im Zeitfahren auf den Mont Ventoux Zweiter hinter Iban Mayo. Ich war in Form und dopingmässig gut eingestellt. Ich war beschämend schnell und habe Armstrong um anderthalb Minuten distanziert. Das war deutlich. Armstrong rief hinterher aus dem US-Postal-Bus UCI-Präsident Hein Verbruggen an und sagte: «Den Typen müsst Ihr kriegen.» Ein paar Stunden später sagte jemand im Hotel zu mir: «Die UCI hat gerade angerufen. Sie wollen dich nach dem Rennen sprechen. Also ging ich nach Lausanne zu einem Treffen mit Verbruggen und Dr. Zorzoli.

Mario Zorzoli ist Chefmediziner der UCI und hat, wie Sie im Buch schreiben, Ihnen an dem Tag gesagt, dass er Laborergebnisse eines Bluttests vorliegen habe, der «auf eine Transfusion von Fremdblut» hindeutet.

Ja. Hinterher stufte ich das als Einschüchterungsversuch ein. Sie wussten, dass ich dope. Dass ich mit eigenem Blut dope. Sie kannten die Wahrheit. Aber sie klopften mir auf die Finger und schickten mich nach Hause mit «Sei ein bisschen vorsichtiger». Das alarmierte mich.

Bei der UCI wusste man also etwas. Was wusste man im Team?

Urs Freuler, der Manager, war am Treffen bei der UCI dabei. Er hat dort nicht viel gesagt. Aber er wusste, dass ich gewarnt wurde. Wir haben nie darüber geredet. Er hat mich nie direkt gefragt: «Hey, dopst du?»

Weshalb war er überhaupt dabei?

Aus logistischen Gründen. Er fuhr in die Schweiz zurück. Wir haben in Lausanne ein Hotel genommen. Am nächsten Morgen frühstückten wir zusammen und fuhren zur UCI. Hinterher hat er mich zum Flughafen gebracht.

Kein Wort über Doping?

Nein. Für mich war das angenehm, dass er nicht nachgefasst hat.

Weshalb sind Sie überhaupt zu Phonak gegangen?

Das Wichtigste war: Ich wollte Team-Leader sein. Mit einer starken Mannschaft. Ich wollte nicht irgendwann auf meine Karriere zurückblicken und denken, ich hätte nicht alles getan, um die Tour de France zu gewinnen. Bei CSC war ich nur einer von zweien. Der andere war Carlos Sastre. Ich wusste aber, um die Tour de France zu gewinnen, brauchst du acht andere Fahrer, die sich nur auf dich konzentrieren. Phonak gab mir diese Möglichkeit. Sie haben mich entscheiden lassen, wen ich im Team haben wollte. So eine Gelegenheit konnte ich nicht ausschlagen.

Wie viel Geld haben Sie bekommen?

2004 haben sie mir, glaube ich, 900'000 Dollar bezahlt.

War das viel?

Das war mit Abstand die höchste Summe, die ich je verdiente. Ich war zufrieden.

Wie viel haben Sie für Doping ausgegeben?

Fuentes kostete Geld – um die 25'000 Euro. Für Doping habe ich weitere 10'000 Euro ausgegeben. 2004 war es jedoch viel mehr. Allein 50'000 für den speziellen Gefrierschrank. Für «Sibirien», wie wir ihn nannten. Viel Geld. Irrsinnig.

Ferrari, den Sie in der Zeit bei US Postal konsultierten, konnten Sie das Geld überweisen. Fuentes wollte es bar. Wie funktionierte das?

Manchmal hob meine Ex-Frau grosse Summen bei der Bank ab. Hin und wieder auch drei Tage nacheinander, weil die Beträge sonst zu hoch gewesen wären. Ich habe Fuentes immer etwas mitgebracht, wenn ich ihn aufgesucht habe. Er machte sich Notizen über das erhaltene Geld. Wenn ich mal keines dabei hatte, wurde ich von ihm erinnert: «Beim nächsten Mal.»

Sie haben viel Geld verloren. Bedauern Sie das?

Nein, das war Schwarzgeld. Ich habe kein schlechtes Gefühl, dass mir nicht viel Geld geblieben ist. Es fühlt sich sogar irgendwie besser an. Ich heiratete ein zweites Mal, habe ein neues Zuhause. Ein Neubeginn. Ich versichere, ich werde nun alles tun, was mir meine Eltern versuchten, beizubringen: das Richtige tun und mir nicht von anderen Leuten oder von der Aussicht auf eine grosse Belohnung den Kopf verdrehen lassen.

Lassen Sie uns noch über Phonak-Besitzer Andy Rihs sprechen, der immer so tat, als wisse er nicht, was in seinem eigenen Team vorging.

Ich weiss, was Sie damit sagen wollen. Andy Rihs und ich haben nie über Doping gesprochen. Er hat nie etwas angedeutet. Die unethischen Dinge, die habe ich hinter verschlossenen Türen betrieben, ohne dass er etwas davon wusste. Wir hatten eine grossartige Beziehung. Er ist wirklich ein netter Typ. Ich kann nichts Negatives über ihn sagen.

Das hiesse dann aber, dass Sie sein Vertrauen missbraucht haben.

Ja, das habe ich. Aber ich nahm an, dass er weiss, was läuft. Nämlich: Radprofis müssen «professionell» sein – hart trainieren, das Richtige essen, das Gewicht halten, fit sein. Unglücklicherweise gab es die dunkle Seite: Doping. Ich weiss nicht, ob er immer weggeschaut hat. Ich habe angenommen, er weiss Bescheid. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich liege vielleicht völlig falsch.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.11.2012, 10:41 Uhr

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Tyler Hamilton, Daniel Coyle: Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte; 350 Seiten, 28.90 Franken.

Vom Doper zum Kronzeugen

An einem Septembertag im Jahr 2004 fand in Regensdorf eine denkwürdige Pressekonferenz statt. Da sah sich das Schweizer Radteam Phonak gezwungen, eine höchst unangenehme Nachricht bekannt zu geben: Sein Starfahrer Tyler Hamilton hatte bereits Wochen zuvor an Olympia in Athen eine positive Dopingprobe abgeliefert, die B-Probe war durch einen Laborfehler allerdings unbrauchbar geworden. Endgültig als Blutdoper entlarvt wurde er an der Vuelta.

An der Medienkonferenz erklärte der Amerikaner, dass er sich mit aller Macht gegen die Beweise aus der SpanienRundfahrt zur Wehr setzen werde. Und so begann die Zeit der absurden medizinischen Erklärungen. Zwei Monate später wurde er entlassen. Eine zweijährige Sperre folgte. Aber das war nicht das Ende seiner Dopingkarriere. Nach dem Comeback wurde er 2009 erneut erwischt – diesmal mit einem verbotenen Steroid im Urin. Der Ruf Hamiltons, der sein Gold vom Zeitfahren in Athen vorläufig hatte behalten dürfen, war endgültig ruiniert – wirtschaftlich wie privat. Denn auch die Ehe mit Haven, der Frau, die ihm während all der Jahre zur Seite gestanden hatte, war kaputt.

«Mache dein Leben zur Hölle»

Drei Jahre später erhält die Öffentlichkeit nun ein anderes Bild vom 41-Jährigen, der sich seit 1997 mit illegalen Mitteln geholfen hatte. Der Grund: Er hatte 2010 im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlung gegen Lance Armstrong mit seinen Aussagen reinen Tisch gemacht. Und er hatte anschliessend bei einem Auftritt im US-Fernsehen den populärsten und erfolgreichsten Radfahrer seiner Generation massiv beschuldigt.

Die Enthüllung brachte ihm Monate später eine hässliche Konfrontation in einem Restaurant in Aspen ein, wo ihn der Texaner bedrohte: «Ich mache dein Leben zur Hölle. Im Gericht und ausserhalb.» Danach registrierte Hamilton, dass er von Unbekannten verfolgt wurde und jemand seinen Computer gehackt hatte. Der lange Arm des mächtigen Lance Armstrong?

Die beiden waren einst zusammen im US-Postal-Team gefahren – Hamilton als zuverlässiger Leutnant. Der Sportliche Direktor Johan Bruyneel, der wegen seiner Verwicklungen separat von der USDopingagentur (Usada) angeklagt wurde, führte ein hartes Regime. Gestützt von den Dopingratschlägen eines Michele Ferrari, der den Einsatz von Epo und Eigenbluttransfusionen zur Perfektion getrieben hatte. Sie alle waren Teil einer weitreichenden Konspiration geworden, zum Inbegriff jener «Radsportmafia», wie Hamilton sie im Titel seines nun auf Deutsch erschienenen Buchs nennt.

Geschrieben hat er es zusammen mit dem Journalisten Daniel Coyle, der Hamiltons Schilderungen mit eigenen Recherchen und Interviews anreicherte. Es ist die bislang aufschlussreichste Beichte eines Radsportlers und eine Generalabrechnung mit der Dopingseuche. Für Hamilton war es eine Art Befreiungsschlag. Seine Aussagen werden von dem von der Usada vorgelegten sportgerichtlichen Urteil gegen Armstrong und seine Handlanger gestützt.

So steht der Lügner von einst heute ganz anders da: als geläuterter Mensch, der seinen Beitrag geleistet hat, um den bislang grössten Dopingskandal aufzudecken. Armstrong wurde inzwischen von der UCI gesperrt, seine 7 Tour-deFrance-Siege wurden ihm aberkannt. Jürgen Kalwa, New York.

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