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Cancellara verpasst den Rekord

Der Schweizer Radfahrer hätte in Belgien Geschichte schreiben können – musste sich aber geschlagen geben.

Fabian Cancellara beendete die Flandern-Rundfahrt als Zweiter.
Fabian Cancellara beendete die Flandern-Rundfahrt als Zweiter.
AFP

Fabian Cancellara verpasst sein grosses Ziel, die Flandern-Rundfahrt ein viertes Mal zu gewinnen. Der Berner zeigt ein starkes Rennen, doch gegen Peter Sagan kommt er nicht an.

Fabian Cancellara pokerte in der 100. Auflage der Flandern-Rundfahrt hoch. Gut 30 km vor dem Ziel reagierte er vorerst nicht, als sich Peter Sagan zusammen mit dem Polen Michal Kwiatkowski und dem Belgier Sep Vanmarcke absetzte. Der Berner blieb am Hinterrad seines Teamkollegen Stijn Devolder, doch die Lücke wurde in dieser Phase immer grösser. Eine halbe Minute Rückstand handelte sich Cancellara damit ein.

Erst am alten Kwaremont, in der zweitletzten der 18 so harten Steigungen dieser traditionsreichen Prüfung, ging Cancellara in die Offensive. Einem Motorrad gleich zog der Schweizer an den meisten seiner Gegner vorbei, doch die Lücke zu den noch immer führenden Sagan und Vanmarcke konnte er damit nicht schliessen. Am gleich folgenden Paterberg liess Sagan seinen Begleiter Vanmarcke stehen, derweil Cancellara hinten mächtig forcierte.

Sagans zweiter Triumph

Cancellara schloss am letzten Hindernis des Tages zu Vanmarcke auf. Zusammen mit dem Belgier versuchte Cancellara alles, aber der seine letzte Saison bestreitende Schweizer, der nach nach 2010, 2013 und 2014 seinen vierten Erfolg in der Flandern-Rundfahrt anvisiert hatte, war im Kampf um den Sieg geschlagen. Sagan nahm die verbleibenden 13 km Kilometer mit rund 15 Sekunden Vorsprung in Angriff, und diese Reserve gab der 26-Jährige bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand.

Sagan triumphierte zum zweiten Mal nach Gent – Wevelgem in dieser Saison, aber erstmals in einem der fünf grossen Eintagesrennen. 25 Sekunden betrug nach 255,9 km sein Vorsprung auf Cancellara. Vanmarcke belegte Platz 3. Im Spurt der nächsten Verfolger ging Rang 4 an den norwegischen Vorjahressieger Alexander Kristoff.

Die BMC-Equipe war bereits gut 100 km vor dem Ziel fast komplett aus dem Rennen gerissen worden. Gleich fünf Mann des Teams gingen zu Boden. Unter ihnen befanden sich der belgische Mitfavorit Greg van Avermaet und dessen Luzerner Helfer Michael Schär, die beide ins Spital gebracht werden mussten. Van Avermaet brach sich das Schlüsselbein. Unter die Sturzopfer reihte sich zudem der Zuger Martin Elmiger, der mit einer Verletzung am Handgelenk ausschied.

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