Zum Hauptinhalt springen

Zeig her, deine Wade!

Sehnig und stets glatt rasiert: Die Wade steht für das Leben eines Radprofis. Doch gross und kräftig ist nicht immer besser. Im Gegenteil.

Ohne die Wade würde im Radsport nichts gehen. Sie generiert 20 Prozent der Kraft, die auf die Pedale wirkt.
Ohne die Wade würde im Radsport nichts gehen. Sie generiert 20 Prozent der Kraft, die auf die Pedale wirkt.
Michael Buholzer
Die Wade besteht aus zwei prägenden Muskeln, Brüder sozusagen, dem Gastrocnemius medialis und dem Gastrocnemius laterialis.
Die Wade besteht aus zwei prägenden Muskeln, Brüder sozusagen, dem Gastrocnemius medialis und dem Gastrocnemius laterialis.
Michael Buholzer
Sie entscheiden nicht nur wer schnell den Berg hinauf fährt oder gut sprintet, sie sind auch hauptverantwortlich für einen runden Tritt.
Sie entscheiden nicht nur wer schnell den Berg hinauf fährt oder gut sprintet, sie sind auch hauptverantwortlich für einen runden Tritt.
Michael Buholzer
1 / 10

Doch, Muskeln hat er. Doch seine Waden erinnern an Unterarme von gewöhn­lichen Menschen. Mit der blossen Hand zu umfassen, so klein sind sie.

Träger dieses bisschen Muskel ist Merhawi Kudus, ein Kletterspezialist aus Eritrea und im Fahrerlager bekannt als jener Radprofi mit den kleinsten Waden. Sein Vater sage ihm, er solle doch lange ­Hosen anziehen, wenn er zu Hause unter die Leute gehe, erzählt der 23-Jährige – dermassen schmalwadig wirke er. Kudus ist 58 Kilogramm leicht und 174 Zenti­meter gross. «Ich will aber nichts ändern, ich mag meine Waden.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.