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Enttäuschung für Jan Ullrich

Entgegen den Erwartungen verschiebt der CAS das Urteil im Dopingfall um den Tour-de-France-Sieger um sechs Wochen.

Muss weitere sechs Wochen warten: Jan Ullrich.
Muss weitere sechs Wochen warten: Jan Ullrich.
Keystone

Am Mittwoch tagte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne zum Fall Jan Ullrich. Sein PR-Berater Falk Nier kündigte an, dass der 37-jährige Deutsche eine Erklärung abgeben wird. «Das kann in jedem Fall passieren, egal wie der CAS entscheidet», sagte Nier. Doch daraus wurde nichts.

Der CAS entschied, auf die Berufung des Internationalen Radsportverbandes (UCI) einzugehen, aber erst Mitte Januar entscheiden zu wollen. Die ebenfalls als Klägerin auftretende Schweizer Antidoping-Agentur wurde zurückgewiesen, da sie erst 2008 gegründet wurde – Jahre nachdem Ullrich die Schweizer Lizenz übernommen hatte. Über die Vertagung des Urteils zeigte sich Jan Ullrich laut Radsport-news.com «sehr enttäuscht».

Verbindung mit Fuentes

Sein Name stand auf einer 2006 gefundenen Liste des spanischen Arztes Eufemiano Fuentes, der selbst einem Prozess entgegensehen muss. Die ominöse Liste mit 200 Namen von Sportlern, welche Fuentes betreute, beinhaltete auch fünfzig Radsportler. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 gehörte zu diesen potenziellen Dopingsündern. Das Team Telekom warf ihn daraufhin noch vor der Tour 2006 aus der Mannschaft. Schliesslich trat Ullrich 2007 vom Profisport zurück und konnte mit einer Geldzahlung ein Verfahren in Deutschland beilegen.

Die Schweizer Antidoping-Agentur und der UCI brachten den Fall schliesslich vor den CAS, da der Schweizer Radsportverband Jan Ullrich ebenfalls nicht bestraft hatte. Dieser war für Ullrich zuständig, da der Deutsche in der Schweiz lebt. Sollte Ullrich verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Sperre.

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