Imhof gewinnt Bronze in der Einzelverfolgung

Der Thurgauer Claudio Imhof blickt auf eine sehr erfolgreiche Bahn-Europameisterschaft zurück.

Bild: Claudio Imhof gewinnt an der EM seine zweite Medaille. Bild: Bryn Lennon/Getty Images

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Bereits am Samstag hatte Imhof im olympischen Omnium an seiner dritten Einzel-Medaille nach WM-Silber im Scratch (2016) und EM-Bronze im Punktefahren (2015) geschnuppert. Doch der 27-Jährige fiel im Mehrkampf in der letzten von vier Disziplinen noch von Rang 4 auf 8 zurück. Am Sonntag holte Imhof Verpasstes nach und sorgte nach dem Gewinn von Silber mit dem Bahnvierer und Bronze von Tristan Marguet im Scratch bereits für die dritte Schweizer Medaille auf der Bahn.

Dabei legte Imhof im kleinen Final einen veritablen Steigerungslauf hin. Gegen den Russen Alexander Jewtuschenko, der ihm in der Qualifikation noch sechs Zehntel abgenommen hatte, startete Imhof bewusst verhalten. «Ich wollte nicht zu schnell losfahren, damit ich hinten raus nochmals zulegen kann.»

Zuversicht für die Zukunft

Diese Taktik zahlte sich aus. Bei Rennhälfte lag Imhof noch 1,4 Sekunden hinter dem Russen, auf den letzten 2000 Metern wendete sich das Blatt aber zugunsten des Schweizers. «Als ich drei Runden vor Schluss das 'Allez' von Nationaltrainer Daniel Gisiger hörte, wusste ich: Das sagt er nicht jeden Tag», so Imhof, der am Ende in 4:16,654 fast eine Sekunde schneller war als sein Gegner. Gold sicherte sich der Deutsche Domenic Weinstein, der sich im Final gegen Ivo Oliveira aus Portugal durchsetzte.

Imhofs Leistung ist nach dem Mammutprogramm der letzten Tage hoch einzuschätzen. Nach dem Gewinn von EM-Silber mit dem Bahnvierer in der Mannschaftsverfolgung und der Enttäuschung am Samstag im Omnium zeigte sich Imhof sehr zufrieden mit seinen Auftritten im Oval von Glasgow. «Diese zwei Medaillen geben Zuversicht für das was kommt und bestätigen, dass sich die harte Arbeit das ganze Jahr hindurch auszahlt.» Ganz vorbei sind die Titelkämpfe in Schottland für den Ostschweizer aber noch nicht. Am Montag steht Imhof im Madison, bei dem Tristan Marguet und Théry Schir vorgesehen sind, noch als Ersatzfahrer zur Verfügung.

Thièry knapp am Podest vorbei

Rund eine Stunde nach EM-Bronze durch Imhof hätte Cyrille Thièry fast eine weitere Medaille für die Schweizer Delegation gewonnen. Der 27-jährige Westschweizer belegte im Punktefahren den 4. Rang. Zu Edelmetall fehlten Thièry, der nach einem Viertel des Wettkampfes noch in Führung gelegen hatte, am Ende 12 Punkte. Gold sicherte sich der Pole Wojciech Pszczolarski, vor dem Belgier Kenny de Ketele und dem Österreicher Stefan Matzner. (sal/fal/sda)

Erstellt: 05.08.2018, 20:38 Uhr

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